Donnerstag, 31. Januar 2013

#Kapitel 36#

Sofort fing ich an zu weinen und legte meinen Kopf auf meine Knie. Ich heulte mich ein wenig aus und hörte noch manchmal das Klopfen an der Tür hinter mir. Ich hingegen zeigte keine Reaktion, nur dass ich noch mehr heulte. "Lawinia, jetzt mach doch mal diese verdammte Tür auf!" Ich schlug nur einmal gegen die Tür als Zeichen, dass er verschwinden sollte. Ich wusste in dem Moment echt nicht, was mit mir los war. Ich war einfach nur traurig, hatte Angst und war einfach nicht zufrieden. 'Was ist eigentlich los mit mir? Er hat doch gar nichts gemacht! Wieso habe ich gerade so reagiert?' Wieder hörte ich es klopfen. Dieses Mal stand ich auf und riss die Tür auf. Ich schaute ihn mit meinen tränenden Augen an und sah, wie er seine Arme vor mir öffnete. Ich schaute ihm erst in die Augen und sah, dass auch seine Augen sich mit Tränen füllten und warf mich ihm dann in die Arme. Er ließ alles raus und weinte nur noch. Es tat gut jetzt jemanden noch da zu haben. "Baby, sag doch mal, was denn jetzt überhaupt los ist? Ich bin völlig verwirrt! Habe ich etwas getan?" Ich schüttelte den Kopf in seiner Brust und drückte mich ganz vorsichtig von ihm weg. "Ich kann es nicht sagen. Ich habe Angst, dass du sonst was von mir denkst." Er schüttelte den Kopf und wolte mich wieder zu seiner Brust ziehen, aber ich drückte mich erneut weg. "Daniele, wenn ich es dir sage, versprichst du mir, dass du nicht lachst, sauer oder sonst was bist?" Er dachte nach und nickte dann. "Setz dich." Ich drückte ihn hinter auf's Bett und setzte mich dann neben ihn. "Pass auf. Bestimmt ist dir klar, dass ich noch .. Jungrau bin. Ich bin einfach noch nciht bereit. Und doch, ich will es mit dir, aber noch nicht jetzt. Womöglich habe ich Angst vor dem ersten Mal .. Aber vielleicht auch einfach vor dir, Daniele." Er riss die Augen weit auf und schaute mich geschockt an. "Was? Vor mir? Aber wieso denn?" Ich schaute auf den Boden, denn ich wollte ihm bei meinen nächsten Worten nciht in die Augen sehen. "Du warst oder bist ein Badboy. Das macht mir Angst, denn ich habe Angst, dass du vielleicht auch nur das 'eine' willst, oder zu hart bist oder .. ach, keine Ahnung. Ich fühle mich bei diesem Gedanken auch nicht woh. Ich versuche immer wieder solchen Gesprächen zu entfliehen, Daniele." Ich traute mich immer noch nicht hoch zu schauen. Stattdessen vergrug ich mein Gesicht in meinen Händen und weinte weiter. Plötzlich spürt eich eine Hand an meinem Rücken hoch & runter streicheln. "Scht! Schatz, ich würde dir niemals wehtun. Und ich zwinge dich auch zu rein gar nichts! Und ich habe dir doch gesagt, dass ich nicht mehr mit diesem Image durch die Schule laufen will." Weiter streichelte er meinen Rücken und ich drehte mich langsam zu ihm um. Ich sah in seine Augen und sah diese Traurigkeit, die ich ihm zugefügt hatte.

Dienstag, 29. Januar 2013

#Kapitel 35#

Ich wurde langsam nervös, denn ich hatte Dani noch nie halbnackt vor mit stehen gehabt. Ich kicherte leise und schon drehte er sich um. "Was denn so witzig?" "Nichts nichts .. Du siehst nur ziemlich heiß aus." Er grinste frech und entgegnete: "Ich weiß, hör ich öfters." Zuerst lachte ich über diesen Spruch, aber dann war ich gespielt sauer und drehte mich weg. Er lachte nur und kam mir näher. Er plötzlich hinter mir und legte seine Arme um meinen Bauch (man beachte, er war noch oberkörperfrei). Ich musste kichern, aber hielt mich zurück. Er drückte seinen Oberkörper an meinen Rücken und sagte mit rauchiger Stimme: "Ich weiß doch, dass du nicht sauer bist, Babe. Na komm, schau mich an." Jetzt musste ich wirklich kichern und drehte mich zu ihm, woraufhin ich meine Arme um seinen Hals legte. Er schaute mich an und sagte: "So gefällst du mir besser, Kleines." "Hey, so darf mich nur mein Bruder nennen!" Er lachte und küsste mich dann lange und zärtlich. Ich drückte ihn vorsichtig von mir weg und schaute ihm nochmal in die Augen. "Schatz, zieh dir bitte etwas an." "Wieso, gefalle ich dir nicht?" "Im Gegenteil! Aber dein Oberkörper macht mich langsam verrückt und das kann schlecht enden." Ich zwinkerte und dreckte ihn noch bisschen weiter weg und schmiss ihm ein Oberteil von seinem Bett zu. Er zog es sich über den Kopf und fragte: "Zufrieden?" Ich schüttelte den Kopf und ging wieder auf ihn zu. "Du weißt, ohne hast du mir besser gefallen. Aber ich will nicht nochmal vom Ende reden müssen, Schatz." Er legte seine Hände an meine Taille und strich sie hoch und runter. Irgendwann ging er hinter und runter zu meinem Hintern. Dort platzierte er seine Hände und grinste. Ich konnte nicht anders als dieses Grinsen zu küssen und tat es auch. Der Kuss wurde leidenschaftlicher und Daniele strich mit seiner Zunge über meine Unterlippe. Erst zögerte ich, aber dann ließ ich sie eintreten. Er drückte mich immer weiter nach hinten und plumbs, schon lag ich auf seinem Bett und er stützte sich über mir ab. Nicht einmal brach der Kuss ab und ich spürte, wie Daniele mit seiner Hand unter mein T-shirt ging. Ich ließ das noch zu, aber als ich spürte, dass er zu meinem BH hoch ging und ihn aufmachen wollte, brach ich ab. "Was ist denn los?" Ich drückte ihn weg und er lag dann neben mir. "Ich kann das noch nicht. Daniele, ich bin noch nicht bereit." "Ehrlich nicht? Ich würde dir auch nicht weh tun." Ich schüttelte den Kopf und setzte mich auf. "Du willst es nicht mit mir, oder?" Ich schaute auf den Boden, denn genau das fragte ich mich auch gerade. 'Liegt es daran, dass ich Angst vor ihm habe? Könnte es sein, dass er mir weh tut? Kann ich ihm vertrauen?' Ich schüttelte den Kopf, um die Gedanken abzuwimmeln, aber Dani merkte das und fragte mich: "Was ist los? Lawi? Schatz?" "Oh, sorry. Was hast du gesagt?" "Schatz, ist alles ok?" Ich nickte, stand auf und ging einfach ins Bad, wo ich mich auch noch einsperrte. Ich lehnte mich an die Tür und glitt sie hinunter. Ich hatte Angst, Angst vor meinem ersten Mal. Oder doch vor Dani?

#Kapitel 34#

"Heyy, hey. Was denn passiert? Es ist alles ok." Ich versteckte mein Gesicht in seiner Brust und schluchzte hinein. Er streichelte mir über den Kopf, dann über den Rücken, bis ich mich allmählig beruhigt hatte. "Scht. Erzähl mal, langsam." Ich nickte und fing an. "Der Traum war so real. Ich bin mit Alisa und ein paar ihrer Kumpels durch die Stadt gelaufen und dann haben wir dich plötzlich gesehen, wie du eine andere küsst. Ich bin in dem Moment weggerannt und hab mich Tage lang in meinem Zimmer eingesperrt." Ich musste kurz stoppen, weil der Wasserfall wieder kam. "Scht, ganz ruhig, Schatz." "Ich hab dann irgendwann die Zeitung gelesen und dann stand da drinnen, dass ein Junge mit 1,8 Promille am Steuer erwischt wurde. Nur 2 Minuten später bekam ich einen Anruf von Alisa, dass du dieser Junge warst .." Ich konnte nicht mehr weiter erzählen und weinte einfach los. Er nahm mich in den Arm und drückte mich ganz fest. Wieder streichelte er meinen Rücken und beugte sich über den Nachttisch, um mir ein Glas Wasser zu reichen. "Trink erstmal etwas. Und du musst nicht weitererzählen, wenn du nicht willst, Schatz." Ich trank das Glas aus und versuchte mich zusammen zu reißen. "Geht schon. Also dann hat mich Alisa gezwungen, dass ich mit ihr ins Krankenhaus fahren sollte. Genau dann, als wir ankamen, rannten die Ärzte in dein Zimmer und man hörte nur ein leises Piepsen. Ich rannte ebenfalls rein und sah dich dort, wie du tot warst." Daniele drückte mich leicht von sich weg und sah mir in die Augen. Er strich mir die neuen Tränen weg und küsste mich auf die Stirn. "Als erstes, Schatz, würde ich dir niemals fremdgehen. Zum Zweiten habe ich noch keinen Führerschein, aber ich habe vor ihn in ca. 2 Monaten anzufangen. Als wird davon eh nichts eintreten. Hör jetzt auf zu weinen und lass uns weiter schlafen. Du bist auch noch müde und du solltest dich ausruhen." Ich nickte, wir küssten uns nochmal kurz und dann legten wir uns aneinander gekuschelt hin und schliefen wieder ein.
Am nächsten Morgen wachte ich durch ein Klingeln auf. Mein Freund lag nicht mehr im Bett. Ich zog mich schnell um und ging auch runter zur Tür. Daniele diskutierte mit jemandem an der Tür und schon knallte er sie zu. Er drehte sich zu mir um und man sah ihm die Wut ins Gesicht geschrieben. "Oh, guten Morgen." "Morgen. Was war denn los, Schatz?" Er kam zu mir, gab mir einen 'Guten-Morgen-Kuss' und sagte: "Nichts. Der Nachbar war nur da und hat wieder irgendwas gelabbert." Ich nickte und glaubte es ihm einfach mal. Wir gingen wieder hoch und Daniele zog sich auch um. Dabei sah ich ihm natürlich zu und mir gefiel, was ich da sah.

Montag, 28. Januar 2013

#Kapitel 33#

Wir verließen den Laden, als plötzlich meckerte: "Ich hab hunger! Komm, wir gehen JETZT Megges!" "Dumm oder so? Wir haben doch erst vor 1 Stunde gegessen, man!" Er lachte nur und zuckte mit den Schultern. Dann willigte ich doch ein, denn ich hatte Bock auf einen eiskalten Milchshake. Wir gingen rein und die Schlange war richtig lang. Er stellte sich sofort an und ich lief ihm wie ein Hund hinterher. "Toll, hier stellst du dich natürlich liebend gerne an, stimmt's?" Er nickte und schon ging es weiter. Irgendwann waren dann auch wir dran und er bestellte sich einen Cheeseburger mit Mayo und ich meinen Bounty-Milchshake. Wir setzten uns dann an einen Tisch und aß & tranken. "Iiih, wie kann man einen Cheesi mit Mayo essen?" Er lachte, wischte sich die Mayo vom Mund und sagte: "Probier mal, Schatz. Das schmeckt echt legendär!" Ich verzerrte nur das Gesicht und antwortete: "Ne, danke. Ich bleib bei meinem gesunden Milchshake." "Von wegen 'gesund'!" "Hast du was gesagt, Schatz?", fragte ich mit einem Unterton. Er schüttelte den Kopf und stopfte sich den Burger rein. "Fertig?" Ich nickte, als ich den Shake ausgetrunken hatte und dann gingen wir raus. "Ich will irgendwie heim. Können wir gehen?" Er nickte, nahm meine Hand und so fuhren wir bis nach Hause. Dort schmissen wir die Sachen in die Küche und wir warfen uns auf die Couch. "Ich hab heute wieder Bock auf einen Horrorfilm. Hast du auch den 6. Teil?" Er nickte und rannte in sein Zimmer, um den Film zu holen. Er legte die DVD in den Player und wir schauten uns den Film an. Ich kuschelte mich ganz dicht an ihn ran, aber war so fertig, dass ich kurz vor'm Ende einschlief. Ich wachte mitten in der Nacht auf und schaute mich um. 'Huch, ich dachte, wir waren im Wohnzimmer.' Ich setzte mich aufrecht hin und sah dann meinen Freund neben mir schlafen. Ich wollte mich gerade wieder schlafen legen, als ich seine Stimme hörte. "Bist du wach?" "Ja, hab ich dich geweckt?" Er drehte sich zu mir um und schüttelte den Kopf. Ich legte mich ganz dicht mit meinem Gesicht an seinem hin und schaute ihm dabei in die Augen. "Der Film war wohl zu langweilig, oder?" Ich nickte, gähnte und schloss kurz die Augen. "Gute Nacht, Süße." "Nacht, Schatz." Ich spürte noch wie er mir einen Kuss auf die Backe gab und schlief wieder ein. Mitten in der Nacht wurde ich wieder wach, aber dieses mal mit schnellen und ungleichmäßigen Atemzügen. Ich war völlig durchnässt und erschrocken. Ich hatte einen Albtraum. Sofort wurde auch Dani wach und fragte, was los sei. Genau in dem Moment fing ich an zu weinen und konnte einfach nichts dazu sagen.

Sonntag, 27. Januar 2013

#Kapitel 32#

Wir stiegen in den Bus ein und genau dann, als wir an der Haltestelle von Alisa vorbeifuhren, ging sie aus dem Haus raus und winkte uns zu. Ich winkte ihr noch schnell zurück und ungefähr 10 Minuten später waren wir schon in der Stadt. "So, wo gehen wir als erstes hin?" Ich zuckte nur mit den Schultern, aber sah gerade einen H&M. Ich spurtete mit Daniele an der Hand auf den Laden zu und sah diese wunderschönen Oberteile und Hosen. Ich nahm ein paar Sachen auf den Arm und wollte zu den Kabinen gehen, als ich ein noch viel schöneres Oberteil sah. Ich ließ die Sachen fallen und rannte darauf zu. "Schatz, jetzt bleib doch mal stehen, man!" Er kam auf mich von hinten zugerannt und warf mich fast um. "Ich muss mich da jetzt anstellen." "Was?! Die ist ja Kilometer lang!" Ich lachte und stellte mich ruhig an. Mein Freund wurde schon richtig ungeduldig und das, obwohl wir seit erst ca. 5 Minuten hier standen. "Jetzt steh doch mal still! Ich bin doch bald dran." Er sah mich sauer und genervt an und wartete. Nochmal 5 Minuten später war ich dran und er wartete vor meiner Kabine. "Schatz, ich will das unbedingt haben!" "Komm raus, dann sage ich dir, ob du es dir kaufen darfst." "Haha, sehr witzig!" Ich ging raus und er sah mich mit glänzenden Augen an. "Sag doch mal was, 'Papa'!" Er lachte nur und zog mich an sich. "Also mir gefällt es." Wir küssten uns und dann hörte ich neben uns eine Frau, die sich räusperte. "Ich würde gerne auch mal was anprobieren." "Dann müssen sie .." "Scht, Schatz. Ja, ich bin gleich fertig." Er sah mich verwirrt an und ich ging in meine Kabine, zog mich schnell um und ließ die Frau rein. "Nicht mal ein Danke von der." Wir lachten, gingen zur Kasse und ich kaufte es mir. "So, wohin geht's jetzt?" "Lass dich überraschen." Ich zog ihn an der Hand weiter und dann sah ich auch schon den Laden. Wir liefen darauf zu und dann sagte er: "Schatz, gehen wir jetzt zu Snipes?" "Nein, Dani. Wir geben dem Bettler da vorne Geld. Natürlich gehen wir zu Snipes!", sagte ich lachend. Wir traten ein und dann kamen auch schon die Mitarbeiter und begrüßten uns. "Hallo." Wir begrüßten zurück und sahen uns um. "So Schatz. Jetzt will ich mal wissen welche Schuhe dir so gefallen." Er sah mich mit diesem 'willst-du-mich-verarschen'-Blick an. "Jetzt sag schon." Immer noch sah er mich perplex an, aber sah sich dann um. Er fand richtig geile rot-schwarz-weiße Nikes. Selbst mir gefielen sie. Wir riefen jemanden und der brachte ihm dann seine Größe. Er probierte sie an und sie passten ihm wie angegossen. "Wow, die sehen mal richtig geil aus, Dani!" "Ja, aber echt. Aber die kosten nicht grad wenig. 260€ ist schon ein bisschen viel, oder nicht? Außerdem .." "Jetzt sei doch mal still. Meinst du nicht, dass ich dich gefragt habe, welche dir gefallen, weil ich sie dir kaufen will?!" Und wieder der Blick von vorhin. Ich nickte und bat ihn mir die Schuhe zu geben. "Nein, du kannst doch jetzt nicht so viel Geld für mich ausgeben!" Ich nickte, riss ihm den Karton aus der Hand und lief zur Kasse. "Stop. Ist wirklich richtig süß von dir, aber das musst du nicht .." Ich ging einfach an ihm vorbei, legte die Schachtel auf die Theke und bezahlte sie, während Dani hinter mir rumhüpfte und sich freute. "Du bist echt wie ein kleines Kind, man!" Er schmollte und ich küsst ich küsste ihn auf den Schmollmund.

#Kapitel 31#

Ja, ich hatte Angst darüber zu reden. Es wäre mein erstes Mal und jedes Mal kommt dieses Gefühl wieder, dass es niemals gut genug für einen Jungen sein könnte. Ich ging nach oben und setzte mich auf mein Bett. 'People help the people' .. Mein Handy klingelte. Ich sah nicht mal drauf, sondern ging einfach ran. "Ja, hallo?" "Schätzchen, hallo. Wie geht es dir?" "Oh, hallo, Mama. Sehrgut. Ich habe bei Daniele übernachtet." "Du klingst traurig oder sauer. Was hast du denn?" Ich wollte gerade ins Telefon schreien, aber beruhigte mich noch. "Nichts, nichts. Ich hatte ja nur gestern Geburtstag und du & Papa haltet es nicht mal für nötig mir zu gratulieren. Nein, stattdessen lasst ihr mich einfach alleine. Ich hab jetzt auch keine Lust mehr zu telefonieren. Tschüss!" Ich legte einfach auf, ohne mir die Worte meiner Eltern anhören zu wollen. Es ist zwar nur für 3 Tage und sie sind oft weg, aber nicht mal zu meinem Geburtstag zu gratulieren .. Das ist doch echt mies von ihnen. Ich regte mich nicht mehr länger auf, sondern suchte nach Danis Laptop. 'Er hat ihn doch vorhin kurz weggelegt.' Dann ging die Tür auf und ich sah zu meinem Freund. "Schatz, mit wem hast du vorhin so aufgebracht telefoniert?" Ich schüttelte nur den Kopf und ließ mich wieder auf's Bett fallen. Er setzte sich neben mich und hob mein Kinn, dass ich ihn anschauen musste. "Ich weiß doch, dass was ist. Ist es etwa, weil sie einfach gegangen sind?" Ich nickte kurz und stand dann auf. "Aber auch, weil sie mir gestern nicht mal zum Geburtstag gratuliert haben! Sie haben es vergessen." Er sah mich verständnisvoll an und stand plötzlich hinter mir. "Wie können sie einfach deinen Geburtstag vergessen?", flüsterte er in mein Ohr und schlang seine Arme um mich. 'Wie ich es liebe, wenn er mich von hinten umarmt.' Er küsste mich auf die Backe und sagte: "Na komm. Wir gehen zur Ablenkung shoppen. Hast du Lust?" Ich nickte aufgeregt, drehte mich zu ihm um und küsste ihn kurz. "Soll ich mich umziehen?" Er nickte und ging zu seinem Schrank. "Ehm, ich hab gefragt, ob ich mich umziehen soll, nicht dass du dich umziehen sollst." "Ich weiß, hier, nimm das." Er warf mir eines seiner T-Shirts zu. "Aber das ist mir doch zu groß." "Mir egal. Steht dir bestimmt trotzdem gut, Süße." Ich nickte und bat ihn wieder ins Bad oder runter zu gehen. Er hingegen war stur und setzte sich auf's Bett. "Bitte, ich will mich umziehen, Schatz." Er schüttelte den Kopf und grinste. "Ich will aber nicht runter gehen. Außerdem habe ich dich heute schon mal so gesehen", sagte er und zwinkerte. Ich seufzte und ließ es dann einfach zu. Ich zog meinen Oberteil über meinen Kopf und zog schnell sein T-Shirt an. "Na, so schlimm?" Ich schlug ihm leicht ihn den Bauch (wenn man es Bauch nennen kann;)) und ging mit einem Hüftschwung aus dem Zimmer. Er lachte nur und kam mir dann hinterher. "Hast du nicht was vergessen?" Ich drehte mich um und er gab mir mein Handy und meine Brieftasche. "Danke, Schatz." Ich gab ihm noch einen Kuss und dann verließen wir auch schon sein Haus.

Freitag, 25. Januar 2013

#Kapitel 30#

Ich zog mir so schnell wie möglich alle Sachen wieder an und steckte meine Haare hoch. "Ich bin fertig." Es kam nichts .. Ich ging zur Tür und öffnete sie vorsichtig. Er war nicht zu sehen. "Hä? Hab ich gepennt, oder wo ist der jetzt hin?" Ich redete mit mir selber, als ich plötzlich zwei Hände an meiner Hüfte spürte. "Aaaaah!" Es war Daniele, der sich hinter mir vor Lachen krümmte. "Oh man, du müsstest mal dein Gesicht sehen, Lawinia." Ich drehte ihm den Rücken zu und brummte: "Jaja, sehr witzig. Ich hoffe, du hattest deinen Spaß." Ich verließ das Bad wieder und ließ ihn auf dem Boden lachend liegen. Ich ging runter, bediente mich am Kühlschrank an einer Cola und trank sie in Ruhe. Irgendwann kam auch der Herr Negroni runter und hatte sich beruhigt. "Hey, jetzt seid doch nicht gleich beleidigt. Das war nur ein Spaß. Verstehst du keinen Spaß oder was?" Ich zeigte ihm die Zunge und drehte mich wieder von ihm weg. Er seufzte und schlang plötzlich seine Arme um meinen Bauch. Dabei hauchte er in mein Ohr: "Es tut mir leid, Süße. Bissl Spaß muss doch sein." Dieser Satz, die Stimme und sein Atem schenkten mir eine richtige Gänsehaut. Ich drehte mich ruckartig um und legte meine Arme um seinen Nacken. "Schon ok. Und doch, ich verstehe Spaß, in gewissen Maßen." Er küsste meine Backe und ließ mich dann wieder los. Er schnappte sich meine Cola und trank gemütlich draus. Ich zog sie ihm weg und stellte sie auf den Tisch. "Das war meine, Diggah!" Er lachte nur und nahm sie sich wieder. Ich sah ihm dabei zu, wie er sie austrank und wieder auf den Tisch abstellte. "Achso .. Ja, kein Problem. Ist ja nicht so, als hätte ich durst oder so 'nen Kack ..." Er lachte wieder nur und zog mich ganz dicht an sich. Der Satz, der dann von ihm kam, ließ mich rot werden und wegdrehen. "Sag mal, hattest du denn eigentlich schon dein erstes Mal?" Ich drehte mich um und blieb so stehen. "Ehm, also nein .. Wieso ist dir das jetzt peinlich?" Ich zuckte nur mit den Schultern. Er kam wieder näher und sagte: "Pass mal auf .. Das muss dir wirklich nicht peinlich sein. Du bist erst 15 und keine Schlampe, so wie Alisa." Ich drehte mich schnell um und sah ihn sauer an. "Wie hast du sie gerade genannt?" Er sah mich erschrocken an und ging einen Schritt zurück. "Hey hey .. Sie ist kein braves Mädchen. Sie hat es schon mit 14 hinter sich gebracht! Und seit dem sind noch sehr viele hinzugekommen!" Ich stand kurz davor ihm eine zu knallen. "Daniele, rede nicht so über sie!" "Aber es ist so. Frag sie doch, wie viele es inzwischen sind .. Und nur mal so .. Du wirst bloß nicht so, verstanden?!" Ich schüttelte enttäuscht den Kopf und schubste ihn weg. "Wie kannst du nur sowas sagen? Sie ist ein normales Mädchen.." "Das inzwischen ziemlich viele Erfahrungen gesammelt hat, Schatz. Hör mal .. So wie sie wirst du bestimmt nicht. Oder?" Ich schüttelte wieder den Kopf und ging an ihm vorbei. "Daniele, tust du mir einen Gefallen?" Er nickte. "Können wir bitte nicht mehr über dieses Thema reden? Dieses Thema macht mir immer wieder auf's Neue Amgst .." Wieder nickte er und nahm mich herzlich in den Arm.

Donnerstag, 24. Januar 2013

#Kapitel 29#

"Pass mal auf, Babe. So etwas darf nicht so oft vorkommen. Zum Einen bist du ein Mädchen, das heißt, dass du weniger als wir Jungs erträgst. Und zum Anderen mache ich mir ja auch Sorgen. Ich weiß, dass wir erst seit heute zusammen sind, aber ich will dich auch nicht wieder verlieren." Seine Augen füllten sich so langsam mit Tränen und auch meine Augen wurde feucht. "Scht, Daniele. Hör auf zu weinen. Ich hatte aber einfach keine leichte Zeit und deshalb habe ich damit angefangen. Ich weiß selber, dass mir das nicht gut tut, ok?" Er nickte und legte seine Hände auf meine Wangen. "Ich liebe dich." "Und ich liebe dich." Wir küssten uns kurz und dann gingen wir wieder in sein Zimmer und legten uns ins Bett. Inzwischen war es 22 Uhr. Wir lagen aneinander gekuschelt im Bett und immer wieder hatte ich das Gefühl, dass ich mich wieder übergeben müsste.  Dani sah es mir auch an und zog mich immer näher zu sich. Ich wurde langsam immer müder und schon war ich eingeschlafen.
Am nächsten Morgen wurde ich von einem sanften Kuss auf meiner Backe geweckt. Ich öffnete vorsichtig meine Augen und schaute in die Augen meines tollen Freundes. "Guten Morgen." "Ja, guten Morgen." Er räusperte sich und grinste mich an. "Okey, was ist los?" "Ehm, nun ja .. Wir können das nicht mehr wirklich 'Morgen' nennen. Wir haben fast 12 Uhr, Schatz." Ich riss meine Augen auf und schaute zum Fenster. Die Sonne knallte in sein Zimmer und schien direkt auf den Spiegel. Ich setzte mich langsam auf und streckte mich. "Na, hast du heute auch mal 'nen Kater?" Ich schüttelte kichernd den Kopf und sagte ernst: "Nochmals sorry, dass ich gestern so scheiße war. Ich wusste nicht, was ich tat und .." Er unterbrach mich mit einem Kuss und lächelte mich dann an. "Wir vergessen das, aber nur, wenn du mir versprichst, dass du aufhörst. Auch ich gebe mir Mühe damit aufzuhören und vielleicht auch ein besserer Mensch zu werden." Ich küsste ihn, er erwiderte und der Kuss war lang und leidenschaftlich. Zwischendurch spürte ich sein Lächeln an meinen Lippen und auch, wie er mir öfters in den Mund hauchte. "Ich liebe dich, Babe." "Ich dich auch." Wir stiegen aus dem Bett und liefen runter in die Küche. Wir machten uns Müsli und dann sah ich den Kalender. "Moment, hatten wir nicht heute Schule?" Er schüttelte den Kopf und ich atmete erleichtert aus. "Sag mal, wie kommt's eigentlich, dass du dich in ein 15-jähriges Mädchen verliebst, obwohl du 17 bist?" "Alter ist nur eine Zahl, Baby. Und ich habe es mir ja auch nicht ausgesucht ;)." Wir aßen zu Ende und gingen dann wieder hoch ins Zimmer. "Shit, habe ich etwa schon wieder so geschlafen?" Er nickte und lachte. "Man, man .. Jetzt muss ich andere Sachen anziehen!" Er lachte und ich zeigte ihm das Bad:D. "Jaja, ich bin ja schon weg." Er ging rein und ich versuchte mich so schnell wie nur möglich umzuziehen. Ich hörte plötzlich ein leises Knirschen und drehte mich aus Reflex zur Tür. "Schatz, was soll das?" "Uh, heiße Unterwäsche." Ich spürte die Röte in meinem Gesicht und mir wurde plötzlich ganz heiß. Er kam näher und legte seine eiskalten Hände an meine Hüfte. "Ui, kalt bist du." Er grinste mich an, küsste mich kurz und ging dann wieder raus. 'Gott, war das gerade peinlich!'

Mittwoch, 23. Januar 2013

#Kapitel 28#

Ich sah ihm noch hinterher, aber er war so schnell weg und knallte die Tür hinter sich zu. 'Ehm, was sollt das jetzt?' Ich lag immer noch im Bett und wartete. Nach ca. 5 Minuten kam er wieder ins Zimmer und hatte etwas hinter seinem Rücken versteckt. Ich hob eine Augenbraue und schon zog er 2 Rotwein-Flaschen und eine Sektflasche hervor. Ich quiekte und klatschte wie eine Tusse in die Hände. "Ganz ruhig, Süße." Er setzte sich neben mich und reichte mir eine Rotwein-Flasche. "Ich muss noch schnell Gläser holen." "Musst du nicht. Ich trinke lieber aus der Flasche." Er sah mich komisch an, aber zuckte nur mit den Schultern. Er holte einen Korkenzieher aus seiner Hosentasche und öffnete die Flaschen. Wir stießen mit de Flaschen an und er sagte: "Auf dich. Nochmal alles Gute, mein Schatz." Ich kicherte und trank sofort einen Schluck. "Aaah, tut das gut. Das habe ich gebraucht. Danke, Dani." Er grinste nur und nahm einen großen Schluck aus seiner Flasche. Dann stellten wir beide die Flaschen neben das Bett und er legte sich zu mir. Ich kuschelte mich an seine Brust und musste plötzlich an Alisa denken. 'Wenn sie ihm nichts gesagt hätte, wären wir niemals zusammen gekommen.' Nicht mal 2 Minuten später musste ich wieder einen Schluck trinken. "Lawi, es ist nicht gut, wenn du so viel und so schnell trinkst." "Man, mach dir doch keine Sorgen. Ich brauche das jetzt einfach. Schließlich gibt es was zu feiern", sagte ich und zwinkerte dabei. Er sah mir nur zu, wie ich noch einen, noch 2, noch 3 Schlücke aus der Flasche trank. Irgendwann spürte ich schon, dass es in meiner Kehle brannte, aber mir war das egal. "Schatz, du bist total rot. Hör auf bitte." Ich schüttelte nur den Kopf und trank weiter. Ich reichte ihm meine Flasche und gab ihm ein Zeichen, dass er auch trinken sollte. Er schüttelte nur den Kopf. "Man, du bist doch so mutig! Ich will nicht alleine trinken, Süßer." Ich sah mich unsicher an, nahm die Flasche und stellte sie auf diese andere Seite, wo ich nicht rankam. "Du bist grad mal 15 und willst dich besaufen?! Keiner ist mutig oder cool, wenn er viel trinkt. Hör jetzt auf, und lass uns einen anderen Film anschauen." Und schon war es soweit .. Ich stand so schnell wie möglich vom Bett auf, rannte ins Bad und übergab mich im Klo. Mir war total schwindlig und richtig schlecht. Irgendwann hörte ich Schritte hinter mir. Daniele nahm meine Haare hoch und hielt sie fest, während ich den Rest loswurde. Dann klappte ich den Deckel zu uns setzte mich drauf. "Alles in Ordnung?" Ich schüttelte den Kopf und fing an zu weinen. "Hey, scht. Es ist alles gut." Er nahm mich in den Arm und nuschelte: "Es tut mir leid. Ich weiß auch nicht, was *hicks* in mich gefahren ist. Ich bin einfach so glücklich und dann bin ich außer Kontrolle geraten." Er drückte mich vorsichtig weg und sah mir in die Augen.

Dienstag, 22. Januar 2013

#Kapitel 27#

"Was ist denn?" "Seit wann trinkst du bitte Alkohol? Du sagtest doch immer, dass du Alk nicht magst, Lawi." Ich sah auf den Boden, denn ich wollte ihm nicht erzählen, was der Grund war. Plötzlich spürte ich zwei Arme um mich schlingen, natürlich waren es Danis Arme. "Was ist denn los? Heute solltest du nicht so traurig schauen." Ich sah zu ihm hoch und sah in seine brauen Augen. "Er legte seine Hände auf meinen Hintern und sah mich traurig an. "Ich weiß nicht, wie ich es dir erklären soll .." "Hat dir jemand wehgetan?" Ich schüttelte kräftig den Kopf und sagte: "Ich hab deinetwegen angefangen zu trinken." Ich nahm seine Arme von mir und ging einen Schritt zurück. Dabei sah er mich schockiert an. "Ich habe schon seit längerem bemerkt, dass ich mich in dich verliebt habe. Und ich musste irgendwie damit klar kommen, dass du mich vielleicht niemals lieben wirst ..." Er war ganz still und sah mich mit einem 'Es-tut-mir-leid'-Blick an. "Hör auf so zu schauen!" "Aber meinetwegen trinkst du jetzt. Auch meinetwegen hast du angefangen zu rauchen, hab ich recht?" Ich nickte vorsichtig und dann legte er seine Hände an meine Wangen. "Schatz, hast du wirklich mit dem Rauchen angefangen, weil du dachtest, dass wir dich sonst ausschließen?" Wieder nickte ich und dachte dabei an Alisa. "Boah, es ist alles Alisas Schuld! Diese kleine ... Ihretwegen sinkst du jetzt vielleicht ab." Ich ging schnell einen Schritt zurück und sah ihn böse an. "Pass mal auf! Sie trägt keine Schuld. Sie war die Einzige, die mich überhaupt bei sich haben wollte. Sie hat mir geholfen, und ich bereue gar nichts, Daniele. Gar nichts!" Er nickte nur und kam wieder einen Schritt nach vorne. "Hör mal, Dani. Meine Eltern sind auch weg und sie sagen, ich soll nicht alleine zuhause bleiben. Kann ich nicht hier pennen?" "Klar, kannst du das! Wir holen noch schnell Sachen und dann machen wir es uns hier bei mir bequem, ok?" Ich nickte und schon verließen wir das Haus. Wir gingen zu mir, packten die wichtigsten Sachen ein und schon waren wir wieder bei meinem Freund (Wie toll sich das anhört :)). Wir gingen hoch auf sein Zimmer und ich legte meine Tasche dort ab. Wir schmissen uns auf's Bett und er fragte, ob wir einen Film anschauen wollten. Ich nickte und er griff nach einem Horrorfilm. 'Oh Gott! Das kann jetzt peinlich werden. Egal, ich reiße mich einfach zusammen.' Wir schauten und SAW 5 an und ich kuschelte mich an Dani, der mich nur hämisch angrinste. "Was ist?" "Ich weiß, dass du Angst hast!" "Stimmt nicht! Und jetzt pscht, ich will dem zuhören!" Er lachte nur und wir sahen uns in Ruhe den Film an. Als er zu ende war, schaltete Dani den Fernseher aus und sah mich wieder grinsend an. "Von wegen du hast keine Angst! Ich wette mit dir, dass ich morgen ganz viele blaue Flecken in die Schule tragen werde." Wir beide lachten und ich schmiss ein Kissen nach ihm. Er warf es wieder zurück und es knallte richtig in mein Gesicht. Wir lachten wieder und plötzlich lag er neben mir. "Bist du ein Vampir oder was?" "Wieso?" "Du warst urplötzlich hier! Also, raus mit der Sprache." Wieder lachten wir, als er aufhörte und schnell das Zimmer verließ.

Montag, 21. Januar 2013

#Kapitel 26#

Plötzlich griff er nach meiner Hand und ich zuckte leicht zusammen. "Hey, es ist alles okey, Süße." Ich lächelte und nickte. Dann gingen wir so rein und er küsste mich kurz. "So, viel Spaß dann noch. Wir sehen uns in der Pause." Ich nickte und dann verließ er das Zimmer. Ich ging grinsend zu meinem Platz und Alisa grinste ebenfalls wie ein Honigkuchenpferd. "Ich wusste es! Er liebt dich!" Ich lächelte sie an und umarmte sie. Innerlich dachte ich, mein Bauch würde jeden Moment explodieren, weil die Schmetterlinge überall rumflogen. 'Einfach das schönste Geschenk an meinem Geburtstag!' Dann kam unser Lehrer rein und schon begann der langweilige Schultag. Irgendwann war der Tag zu Ende, aber ich hatte eine schöne Stunde nachsitzen bekommen, weil ich 15 Minuten zu spät zur dritten Stunde kam. Ein Glück musste auch Alisa dableiben. Wir langweilten uns zu Tode, als plötzlich mittendrin ein Junge reinkam. Sofort schaute Alisa zur Tür und sie wurde knallrot im Gesicht. "Jetzt sag bloß, das ist der Typ vom letzten Mal", flüsterte ich ihr zu. Sie nickte, aber wand ihre Augen nicht von ihm ab. Ich kicherte leise, der Junge lief an uns vorbei und setzte sich hinter Alisa. Er legte seine Füße auf den Tisch und lehnte sich zurück. Der Lehrer sah ihn nur dumm an, aber sagte nichts. Ich sah, wie sich Alisa richtig beherrschen musste, als dann plötzlich ein Zettel von hinten auf ihren Tisch fiel. So ging das noch die restliche Stunde weiter .. Hin & zurück, hin & zurück .. Irgendwann waren wir erlöst und die zwei gingen ohne mich raus. Ich freute mich für sie und ging dann langsam zu Fuß nach Hause. Ich musste wieder über den Kuss von heute nachdenken. 'Ist das wirklich passiert? Verarscht er mich auch nicht? Liebt er mich tatsächlich oder ist das nur gespielt?' Je länger ich darüber nachdachte, desto unsicherer wurde ich. Ich kam Zuhause an und fand nur einen Zettel auf dem Küchentisch auf dem stand: 'Wir sind für 3 Tage weg. Dein Vater musste dringend nach München. Kevin ist diese drei Tage bei Katja. Such du dir auch jemanden und mach nichts kaputt. Haben dich lieb :*' Ich schmiss das Stück Papier weg und lief zum Kühlschrank. 'Fuck, nichts zum Trinken.' Ich lief dann leer nach oben und suchte nach meinen Packungen Zigaretten. Während ich rauchte, hockte ich vor'm Lappi und schrieb bisschen mit Alisa und dann kam Dani on. "Hey, Süße." "Hey, Schatz." "Ich hab ganz große Langeweile! Komm her!" Ich schrieb ihm ein kurzes 'ok' und schon schnappte ich mir eine Tasche, die ich mit irgendwas vollstopfte. Am wichtigsten war ja eine Kippenpackung und mein Handy. Schon lief ich mit den Schlüsseln los und klingelte bei ihm. Er machte mir grinsend die Tür auf und ließ mich rein. Er begrüßte mich mit einem langen Kuss und zog mich dann am Arm in sein Zimmer. "Sind deine Eltern auch nicht da?" "Nö, sie sind seit 1 Woche weg und sie kommen erst in 1 Woche. Ich hab ja noch zwei Brüder." "Wie heißen sie?" "Der ältere heißt Enrico und ist 19 und mein kleinerer heißt Luca und ist 10." Dann zog er mich an der Hüfte auf seinen Schoß und sah mich süß an. "Ehm, hast du etwas zu Trinken da?" "Nein, wir verdursten hier, siehst du das nicht?" Wir lachten und gingen in die Küche. "Was willst du denn? Wasser, O-Saft, Limo .." "Etwas mit Alk?" Er drehte seinen Kopf zu mir und sah mich schockiert an.

Sonntag, 20. Januar 2013

#Kapitel 25#

Ich mache jetzt einen kleinen Sprung.

Dann sind 2 Wochen vergangen. In diesen 2 Wochen bin ich zur Schule gegangen, habe mich mit Alisa getroffen und versucht Dani aus dem Weg zu gehen. Ich wollte einfach wissen, ob ich ihm wichtig bin. Ein paar Male hat er angerufen, aber ich ging nicht ran oder hab ihn weggedrückt. Meine Noten sind auch bissl gesunken, worüber sich meine Eltern so dermaßen aufgeregt haben. Ich hab auch noch so geraucht und getrunken, aber nur um mich besser zu fühlen. Hat funktioniert.
Also, ich bin an dem Tag aufgewacht. Mein erster Gedanke: 'Shit, ich hab heute Geburtstag!' Ich hatte keinen Bock, vorallem nicht, weil dann auch noch Schule war. Ich zog mich an, schminkte mich bisschen und ging genervt nach unten. "Morgen." "Oh, Spatz, guten Morgen." Meine Mutter kam zu mir, gab mir einen Kuss auf die Stirn, aber mehr kam nicht. 'Bin ich jetzt im falschen Film oder was?' Ich war sauer, weil sie nicht mehr zu sagen hatte. Ich schnappte mir einfach meine Tasche und ging zu Kevin. "Oh, hallo, Schwesterchen. Alles Gute zum Geburtstag. Na, wie fühlst du dich mit 15?" Ich sah ihn lächelnd an und nahm ihn in den Arm. "Naja, kein Unterschied, aber ich bin eh mies drauf. Du kannst mich nicht zufälligerweise zur Schule fahren, oder?" Er nickte und dann gingen wir runter zum Auto. "Tschüss, ich fahre Lawi in die Schule." Er machte die Tür zu und fuhr mich zur Schule. Ich sah noch Dani in den Bus einsteigen und schon waren wir da. "So, viel Spaß, Kleines." "Danke", brummte ich und stieg aus. Ich ging rein und schon kam mir Alisa entgegen und schrie: "Alles Gute, Lawinia!" "Scht, scht, das muss nicht jeder wissen, man!" Sie zuckte nur mit den Schultern und gab mir einen Kuss auf die Backe. "Da kommt ja schon Dani. Komm schon, heute kannst du ihn nicht ignorieren." "Wieso denn nicht?" "Er wird dir heute gratulieren und du wirst es zulassen!" Ich verdrehte die Augen und schön hörte ich hinter mir ein leises: "Alles Gute, Lawinia." Ich drehte mich um und sah ihm in die Augen. "Ehm, danke." "Wieso bist du mir aus dem Weg gegangen? Ich habe mir Sorgen gemacht!" Ich zuckte nur mit den Schultern, als er plötzlich meine Hände nahm. "Kann ich dich kurz sprechen?" Ich schaute zu Alisa,  die nur grinste und wild nickte, also nickte auch ich. Er zog mich bisschen durch die Schule, bis wir fast alleine waren. "Also, was gibt's?" "Es tut mir leid. Ich hätte schon an dem Tag damit rausrücken sollen. Alisa hat mir auch gesagt, dass du dich womöglich in mich verliebt hast. Jetzt war ich die letzten Tage unsicher, weil du dich gar nicht gemeldet hast und alles .." Ich nickte nur und hörte ihm aufmerksam zu, während es in mir brodelte. "Und ja ..." Er hörte einfach auf zu reden und kam noch näher, und schon berührten sich unsere Lippen. Zuerst war er vorsichtig, bis ich erwiderte, dann wurde auch er 'mutiger' und der Kuss wurde leidenschaftlicher. Ich löste mich vorsichtig aus dem Kuss und sah ihm tief in die Augen. "Du bist einfach so süß, wenn du rot wirst." Ich lächelte und sah ihn dann fragend an. "Ich liebe dich. Als Alisa mir das sagte, habe ich darüber nachgedacht und dann ist mir das auch aufgefallen." Ich grinste nur noch und dann klingelte es. Wir liefen ins Klassenzimmer, aber ich wusste nicht, ob wir es den anderen sagen sollten.

#Kapitel 24#

Es war erst 15 Uhr und ich hatte keinen Plan, was ich hätte machen können. Ich dachte immer noch nur an ihn und machte mir Musik an. Es lief gerade 'Drunk in the morning', als ich plötzlich auch so eine Lust auf etwas zu Trinken bekam. Ich weiß, mit 14 ist sowas natürlich wieder mal schlecht, aber hey .. Es heißt doch immer Y.O.L.O! Deshalb schlich ich mich nach unten und zum Glück waren alle im Wohnzimmer. Ich suchte nach der Weinflasche. Dieser Wein sah nicht wie Wein aus, eher wie Kirschsaft oder etwas anderes. Ich nahm mir die noch halbvolle Flasche mit nach oben (natürlich leise) und pflanzte mich auf mein Bett. Ich trank nicht alle auf einmal, obwohl man den Alk gar nicht rausschmeckte. Ich ließ mir Zeit, aber bekam einen großen Schrecken, als es an meiner Zimmertür klopfte und Kevin in mein Zimmer kam. 'Können die mich etwa niemals in Ruhe lassen?' Ich wollte gerade noch die Flasche verstecken, aber es war zu spät und er sah mich total schockiert an. "Sag mal, was wird denn was, wenn es fertig ist?" "Siehst du doch! Los, sag es doch der Mama und dem Papa! Ich scheiß grad völlig drauf. Ich will doch nur, dass ihr mich mal alle in Ruhe lasst, verdammt nochmal!" Er sah mich noch schockierter an, nickte mit dem Kopf und ging rückwärts wieder raus. Ich wusste, dass ich vielleicht übertrieben hatte, aber ich wollte echt einfach nur meine Ruhe. *Gluck*, schon trank ich einen weiteren Schluck. Irgendwann war die Flasche natürlich leer und ich legte sie neben mein Bett. Es war 15:45 Uhr und ich hatte große Langeweile. Wieder hörte ich 'Drunk in the morning', aber dieses Mal konnte ich ja leider nichts mehr trinken. Ich ging wieder auf Facebook und besuchte Danis Profil. Ich mochte sein Profilbild, weil er da so süß und unschuldig aussah. Dann kam mir plötzlich wieder unsere erste Begegnung in den Sinn. Da war er ja so ein richtiger Badboy und heute habe ich ihn gesehen und konnte Verletzbarkeit in ihm sehen. Er hat sich irgendwie verändert, aber ich war mir nicht sicher, denn vielleicht wollte ich ihn nur so sehen und in Wirklichkeit war er gar nicht so. Mein Kopf tat schon richtig weh von diesen ganzen Gedanken. Vielleicht lag es auch am Wein, ich wusste es nicht. Aber mein Kopf wollte einfach nicht aufhören, deshalb hörte ich andere Musik. Diese Musik hörte ich nicht so oft, denn es war sowas wie Emomusik. Nein, ich war/bin kein Emo, aber diese Musik tat mir einfach gut und ich wusste, dass es auch Menschen gab, die mich verstehen. Dieser Mensch hieß Casper. Ih hörte alle seine Lieder durch und griff zur Flasche, bis mir auffiel, dass sie ja leer war. Ich hörte noch den ganzen Nachmittag diese Musik. Am Abend hatte ich keinen Hunger, deshalb ging ich nur schnell unter die Dusche und sprang ins Bett. Ich sah mir noch ein letztes Mal Danieles Bild an und klappte dann den Lappi zu. Ich war nicht müde, aber versuchte trotzdem zu schlafen. Ich schloss meine Augen, schaltete mein Gehirn und dachte dran, dass am nächsten Tag Wochenende war. Es war 21 Uhr und ich ging schon schlafen. Und endlich, ich konnte schlafen.

Samstag, 19. Januar 2013

#Kapitel 23#

Er kam auf dich zugerannt und schmiss dabei die Zigarette weg. "Lawinia. Es tut mir leid." "Was tut dir denn leid? Ich hatte halt das Gefühl, dass du mich hasst, und jetzt? Was mich aber auch ziemlich interessiert .. Hat die Alisa einfach alles gesagt?" Er nickte und sah mich dabei an. "Sie sagte, sie müsse mit mir reden. Ich hörte zu und fand das echt alles total süß. Deshalb wollte ich dich auch besuchen kommen. Aber wieder sagst du denn nichts?" Ich verstand nur noch Bahnhof. 'Hat sie ihm auch gesagt, dass ich mich eventuell in ihn verliebt habe?' Dieser Gedanke schwirrte in meinem Kopf. "Lawinia, jetzt sag doch mal was." Ich schüttelte den Kopf und rannte einfach weg. Ich musste sofort mit Alisa reden. Ich rannte zu ihr, klingelte und ein Glück machte sie sofort auf. "Hey, Süße." "Alisa, wieso weiß Dani, dass ich dachte, dass er mich hassen würde?! Hast du ihm auch gesagt, dass ich mich vielleicht in ihn verliebt habe?" Sie sah mich völlig entgeistert an. "Alisa, du hast mir versprochen, du lässt es meine Sache sein! Wieso hast du es ihm .." Ich war total fertig, deshalb konnte ich nicht weitersprechen. "Ich .. ehm .. Es tut mir leid. Aber er sagte, er fand es süß." "Also hast du ihm auch gesagt, dass ich ihn liebe?" Sie nickte vorsichtig und sah mich unsicher an. "Scheiße! Man, der liebt mich eh nicht! Was meinst du, warum ich wollte, dass du ihm nicht erzählst? Alisa, das .. Ach, vergiss es!" Ich rannte aus der Tür raus und rannte heulend zur Bushaltestelle. Dort ließ ich alles aus mir raus, ich weinte und schrie in den Himmel. Es tat einfach so weh, denn Alisa hatte es mir ja versprochen. Irgendwann wollte ich nach Hause, aber nicht weinend. Deshalb wischte ich die Tränen weg, steckte mir wieder die Kopfhörer in die Ohren und lief so nach Hause. Zuhause schmiss ich die Tür auf und rannte in mein Zimmer, bevor jemand was sagen konnte. 'Ich bin doch erst 14. In 2 Wochen zwar 15, aber trotzdem. Ich will nicht jetzt schon diese Probleme haben, man!' Immer noch hörte ich Musik und merkte nicht, dass Katja in mein Zimmer kam. "Hey, was ist denn?" Ich nahm die Inears raus und sah sie traurig an. "Hast du mit ihm geredet?" Ich nickte und spürte ein kleines Stechen in der Brust. Es tat wirklich weh. "Hat er gesagt, dass er dich nicht liebt?" "Nein, hat er nicht. Aber ich habe Alisa etwas anvertraut und sie hat es ihm gesagt. Ich kann ihm nicht mehr in die Augen schauen. Ich kann nicht mehr in seiner Nähe sein, ohne dass ich denke, dass er mich gleich auslacht oder so." Sie sah mich verzweifelt und bemitleidend an. Dann zog sie mich näher zu sich und nahm mich in den Arm. "Denk doch nicht sowas. Du weiß doch gar nicht, wie er darauf reagiert hat oder reagieren wird, wenn er dich sieht. Außerdem ist er ein Junge und weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Er ist 17 und die haben meistens nur Scheiße im Kopf, glaub mir. Dein Bruder ist auch manchmal so." Ich nickte und löste mich aus ihren Armen. Dabei wischte ich mir die Tränen weg und setzte ein Lächeln auf. Auch Katja lächelte stand auf und ging aus dem Zimmer. Sofort verschwand mein Lächeln wieder und meine Gedanken waren nur noch bei ihm.

Freitag, 18. Januar 2013

#Kapitel 22#

Wir gingen ganz langsam runter und schon erkannte ich, dass meine Vermutung stimmte. Daniele stand tatsächlich vor der Tür und redete mit meiner Mutter. Katja ging ganz runter und meine Mutter fragte: "Oh, Katja. Wo ist Lawinia?" "Oben in ihrem Zimmer." Meine Mutter gab Dani ein Zeichen und schon ging er auf die Treppe zu. Ich rannte so schnell wie nur möglich die Stufen hoch und verkroch mich unter meiner Decke. Die Tür war offen und ich hörte ein leises Klopfen am Türrahmen. "Ja?" Er kam rein und setzte sich auf mein Bett neben mich. "Hey, Kleines. Wie geht's dir?" Ich zuckte nur mit den Schultern und hielt mir meinen Bauch. "Alisa hat schon gesagt, was los ist." Ich riss die Augen auf und hatte echt Schiss, dass sie ihm mehr erzählt hat als sie sollte. Er sah auf den Boden und dann sah er mich mit glänzenden Augen an. "Sag mal, hast du eigentlich Angst vor mir?" Ich schüttelte den Kopf. "Denkst du, dass ich dich hasse?" Das war das, was mir verriet, dass sie es ihm erzählt hat. Ich schaute ihn nicht mehr an, sondern schaute an ihm vorbei. "Lawi, denkst du das wirklich?" Ich rührte mich kein Stück und hoffte, dass er nicht weiter nachfragen würde. "Bitte, sag doch was. Ich weiß, dass mein Image beängstigend sein kann und, dass ich auch vielen Menschen rumhacke, aber ich hasse dich wirklich nicht." Ich schaute ihn immer noch nicht an. Nein, davor hatte ich zu große Angst. Irgendwann drehte er aber meinen Kopf so, dass ich in sein Gesicht schauen MUSSTE. "Du weinst ja, Kleines. Aber wieso?" Ich nahm seine Hände und legte sie neben ihn. "Ich weiß es doch selber nicht! Es geht mir auch nicht so gut und deshalb möchte ich, dass du bitte gehst. Ich will mich ausruhen. Tut mir leid." Er sah mich entsetzt an und stand auf. Er stand mit dem Rücken zu mir und sagte: "Ich weiß, ich bin ein Badboy, aber auch Badboys können Gefühle haben." Mit diesem Satz verließ er mein Zimmer und ich hörte noch, wie er die Haustür zuknallte. Jetzt kamen die Tränen, die ich versucht hatte zu unterdrücken. 'Was hatte ich da gerade getan? Ich dachte, ich wollte, dass er mich mag.' Ich kletterte wieder aus meinem Bett und lief die Treppen runter in die Küche. Gleich fing meine Mutter an zu schreien: "Hat dieser Junge keine Manieren?! Knallt auch noch einfach die Tür zu, so eine Frechheit!" "Mama, lass ihn! Er war wenigstens so nett und hat mich besucht." Sie sagte gar nichts mehr, deshalb nahm ich mir die Schlüssel, zog meine Vans an und schrie noch: "Ich gehe raus spazieren! Wenn was ist, ich hab mein Handy dabei." Ich knallte die Tür zu und steckte mir die Kopfhörer in die Ohren. Ich lief nur zwei Kreuzungen weiter und schon sah ich Dani, wie er an einer Wand lehnte und rauchte. Die Art zu Stehen erinnerte mich daran, als er über Robin  gelabbert hat. Ich wollte umdrehen, aber er hatte mich schon gesehen und rief: "Lawinia, bleib mal bitte stehen!"

Donnerstag, 17. Januar 2013

#Kapitel 21#

Ich sah sie leicht ängstlich an, denn dieser Blick machte echt ein wenig Angst. "Okey, pass auf. Ich weiß zwar nicht, ob ihr wirklich so perfekt zusammen passen würdet, trotzdem will ich dir helfen." "Nein, nicht helfen. Ich will jetzt erstmal Abstand zu ihm halten und schauen, ob es wirklich 'Liebe' oder so ist, Alisa." Sie nickte und lächelte mich süß an. "Aber du, meine Mutter weiß nicht, dass ich weg bin. Ich gehe dann jetzt Heim. Wir schreiben noch und dann schauen wir, was daraus wird, Süße." Ich nickte und begleitete sie noch zur Tür. "Tschüss, Frau Mosser. Ich muss dann wieder nach Hause." "Tschüss, Alisa." Wir umarmten uns noch und schon lief sie los. Ich setzte mich zu meiner Mutter, Kevin und Katja in die Küche und fragte nach etwas zu Essen. "Ach, hast du doch hunger?" Ich nickte und Mama gab mir schon einen Teller Rührei. Ich verschlang es wirklich und alle schauten mich nur total gestört an. "Schatz, iss mal langsamer!" Ich schüttelte den Kopf und knappe 10 Minuten später war ich schon fertig. "Hat's wenigstens geschmeckt?" Ich nickte und lachte. Dann räumte ich noch meinen Teller weg und fragte Katja, ob sie mal mit mir mitkommen könnte. Sie willigte ein und begleitete mich in mein Zimmer. "Was denn los?" Ich konnte ihr immer alles erzählen. Sie war echt nett zu mir und half mir auch oft. Sie ist auch hierher gezogen, als wir umgezogen sind, weil sie bei Kevin bleiben wollte, aber nicht mit einziehen wollte. "Woran hast du erkannt, dass du meinen Bruder liebst oder in ihn verliebt warst?" "Ehm, nun ja. Ich hab halt ziemlich oft oder sogar immer an ihn gedacht. Ich hab so oft wie möglich versucht bei ihm zu sein. Ich hätte sogar für ihn verändert. Aber wieso? Bist du etwa verliebt?" Ich nickte und sah verlegen auf den Boden. "Wie süß. Schon mit 14 verliebt. Ja, das kenne ich noch. Aber wer ist denn der Junge?" "Ehm, es ist ein Junge namens Daniele." Sie riss ihre Augen auf und sah mich todernst an. "Von diesem Jungen habe ich echt vieles und nicht gutes gehört. Bist du dir denn sicher bei der Sache, Lawi?" Ich nickte und sah sie traurig an. "Hey, nicht weinen. Es ist nur so. Dieser Junge ist vielleicht nicht der beste Umgang für dich. Kevin hat mir schon bisschen erzählt wegen der Clique und so." Ich nickte und ließ eine Träne mein Augen verlassen. Katja nahm mich in den Arm und ich fing richtig an zu weinen. "Scht, es ist alles gut. Wenn du dir sicher wegen deinen Gefühlen bist, dann soll dich sein Image nicht aufhalten. Aber pass trotzdem auf dich auf, Süße. Du bist erst 14 und er ist 17! Das musst du wirklich gut bedenken." "Ja, aber ich werde doch schon in 2 Wochen 15. Und er ist er vor kurzem 17 geworden." Sie nickte und sah mich verständnisvoll an. "Okey, komm, wir gehen wieder .." *Ding Dong* Das war unsere Hausklingel. 'Hat Alisa was vergessen oder wer ist das?' Katja und ich gingen langsam die Treppe runter und ich konnte nicht fassen, wessen Stimme ich von unten hörte.

#Kapitel 20#

Ich träumte dann zum Glück nichts mehr. So gegen 11 Uhr wurde ich von Kevin und Katja geweckt. Sie ist zu uns gekommen und sie haben mich geweckt, um nach mir zu sehen. Ich fand das süß von ihnen. Dann konnte ich auch nicht mehr schlafen. Ich zog mich in Hausklamotten (Jogginghose und Schlabbershirt) an und ging so runter. "Oh, Morgen, Spatz." "Morgen. Ich hab keinen Hunger. Ich nehme mir nur einen Apfel und gehe wieder hoch." Ich nahm mir einen und lief die Treppen wieder hoch. Oben schaute ich auf mein Handy und hatte eine SMS von Alisa. "Hallo, Maus:* Was denn los? Wieso nicht in der Schule? Love you<3" Ich schrieb ihr schnell zurück: "Heey<3 Ich habe Fieber und mir geht's einfach nicht gut. Too<3" Dann legte ich mein Handy wieder weg und überlegte, was ich machen könnte. Da es mir nicht so gut ging, durfte ich auch nicht raus. Also schmiss ich den Laptop an und schrieb mit einer alten Freundin von mir, die im Unterricht saß. "Hey, Süße." "Hey." "Warf ich was fragen?" "Ja." "Woran erkennt man, dass man verliebt ist?" Als ich das schrieb, kam keine Antwort mehr zurück, sondern sie ging einfach off. 'Wow, dankeschön. Wenn die jetzt sauer ist, nur weil ich wegziehen musste, hat sie Pech gehabt!' Ich war echt sauer und klappte den Laptop wieder zu. Ich schaute auf die Uhr und es war erst halb 12. 'Toll, Alisa sitzt noch bis um 13 Uhr in der Schule fest. Ich schaute wieder auf mein Phone und hatte wieder eine SMS. "Süße, ich bin gleich da:*" Ich war echt geflasht von der SMS. Ich dachte mir nur: 'Die kann doch nicht einfach aus dem Unterricht wegen mir abhauen!' Ich starrte die ganze Zeit auf mein Handy, als es plötzlich klingelte. Ich ging runter und sah, wie meine Mutter die Tür öffnete und hörte Alisas Stimme. "Lawinia! Alisa ist da." Ich ging zur Tür und nahm sie in den Arm. "Was machst du denn hier? Du hast doch noch Unterricht!" "Na und? Ist doch scheißegal. Die Klasse sagt schon, dass ich mich abholen hab lassen. Darf ich rein kommen?" Ich nickte und zog sie in mein Zimmer. "Okey, was hast du wirklich?" "Ich hatte echt Fieber und Kopfschmerzen und alles. Aber jetzt geht es mir besser." Sie lächelte und sah mich mit ihren großen Augen an. "Du strahlst so, Lawi. Ist was passiert?" "Hmm. Ich weiß nicht wirklich, ob es gut für mich ist, aber ich finde es tut gut." Sie sah mich fragend an, nahm meine Arme und fuchtelte mit ihnen rum. "Erzähl mir, was los ist!" Ich sah runter auf den Boden und spürte, wie ich langsam rot wurde. "Bist du etwa verknallt? Mädchen, wer ist es?!" "Ich glaube jedenfalls, dass es so ist. Ich glaube, dass ich ..." Sie öffnete ihre Augen weiter und ich sprach es aus. "Es ist Daniele." Und schon verschwand ihr Lächeln wieder. "Was ist, Alisa?" Ich ließ meine Arme runter und sah mich ernst an. "Bist du sicher, dass es Dani ist? Der ist doch voll gemein zu dir, oder nicht?" Ich nickte und lächelte leicht. "Ich glaube, genau das ist das, was mich soweit gebracht hat .. Ich weiß es auch nicht." Dann fing sie wieder an zu lächeln, aber ich hatte keine Ahnung wieso.

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PS: Danke für mehr als 1000 Aufrufe *-* Ihr seit echt toll! Lasst doch auch mal einen Kommentar oder so da, damit ich weiß, was ich verändern könnte, oder wie ihr sie findet, Negromies:*

Mittwoch, 16. Januar 2013

#Kapitel 19#

Aber es dauerte nicht lange und schon setzte ich mich wieder auf. Ich machte den Laptop wieder auf und schaute mir drauf die Bilder von meinen alten Freunden an. Sie fehlten mir wirklich. Plötzlich fiel mir auch wieder ein, dass ich doch Alisa anrufen wollte. Sofort wählte ich erneut ihre Nummer und schon ging sie ran. "Hey, na endlich, man! Hast du echt erst jetzt meine Nachricht gelesen?" "Ja.." Ich merkte selber, dass ich das nicht gerade sehr glücklich sagte, deshalb versuchte ich es mit einem nachkommenden Lachen zu überdecken. "Okey, Lawi. Also, der Jungs heißt Niklas. Der ist echt heiß und süß und ich hab so richtig gelacht mit ihm beim Nachsitzen, denn die Lehrerin hat ja kurz das Zimmer verlassen und in der Zeit haben wir gelabbert und 'Wahrheit oder Pflicht' gespielt. Es war echt lustig." Sie redete noch sehr viel und erzählte viel über den Jungen, aber ich war inzwischen wieder in Gedanken bei Dani. "Lawinia? Halloooo?!" "Sorry, was?" "Dankeschön, dass du mir so toll zuhörst, Süße. Was ist denn los?" "Weiß auch nicht. Ich bin müde. Ich glaube, ich gehe heute früher ins Bett. Gute Nacht, Alisa." "Gute Nacht, bis morgen." Wir legten auf und ich schmiss das Telefon neben mich. Mich regte das echt so auf, aber das Gute war, dass am nächsten Tag schon Freitag war. Ich musste Daniele nur den ganzen Tag aus dem Weg gehen und am Wochenende geht das sowieso total leicht. Ich zog mich noch schnell an und machte meine Haare zu einem 'High Bun' hoch. Dann ging ich noch runter, holte mir eine warme Milch, gab meinen Eltern noch einen 'Gute-Nacht-Kuss' und verschwand in mein Zimmer. Kevin war nicht mehr da, weil er bei seiner Freundin Katja schlafen wollte. Ich legte mich hin, steckte mir die Kopfhörer in die Ohren und hörte laut Musik. Irgendwann schlief ich dann auch ein. In der Nacht träumte ich, dass Robin und Daniele sich prügelten und dass Daniele dabei schwer verletzt wurde. Alisa war dabei, aber lachte ihn nur aus.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, hatte ich schreckliche Kopf-und Halsschmerzen. Meine Mama kam wieder Mal reingestürmt und schrie: "Wach auf, Lawinia! Du musst heute zur Schule. Danach hast du doch Wochenende!" Sie riss mir die Decke weg und grinste mich erst an, aber plötzlich veränderte sich ihre Miene. "Was ist denn, Mama?" "Spatz, du siehst ja gar nicht gut aus. Geht es dir nicht gut?" Ich schüttelte den Kopf und hielt mir den Bauch. "Bauchschmerzen?" "Ja, und auch Kopfschmerzen. Darf ich nicht Zuhause bleiben?" "Doch, natürlich. Du siehst auch gar nicht gut aus. Ich gehe runter und hole dir eine Schmerztablette. Leg dich weiter hin und ruh' dich aus." Ich nickte und zog die Decke wieder über meinen Kopf. Sie brachte mir die Tablette und ein Glas Wasser und hatte auch ein Fiebertermometer dabei. "Kriegst du vielleicht die Grippe? Du hast schließlich 39°C Fieber. Sollen wir zum Arzt?" Ich schüttelte den Kopf und bat sie zu gehen. Sie ging auch und ich trank mein Wasser mit der Tablette. Irgendwann bin ich auch schon wieder eingeschlafen.

Dienstag, 15. Januar 2013

#Kapitel 18#

Dann standen wir hinter einem fetten Baum. "Was ist dein Problem, Lawinia?" "Was wohl?! Du langweilst mit dem Robin! Ich stehe nicht auf den Assi und er bestimmt auch nicht auf mich!" "Wow, wow .. Chill mal, Mädchen! Ich hab doch nur Spaß gemacht. Brauchst nicht gleich so zickig zu werden!" Er ließ mich einfach dort stehen und ging zu seinen Kumpels zurück. Ich war nicht sauer auf ihn, dass er so gemein war, sondern traurig, weil ich nicht verstand, wieso er so zu mir war. 'Wieso hasst er mich nur so?' Ich ging auch zurück und die Jungs sahen mich alle komisch an. "Leute, sorry. Aber ich geh Heim. Ich bin müde und würde mich gerne ausruhen. Ciao." Ich umarmte noch alle außer Daniele, der mich ein wenig traurig anschaute. "Was ist?" "Krieg ich auch eine?" Ich ging einfach, besser gesagt rannte ich nach Hause. Zuhause ging ich in Kevins Zimmer und sah ihm bei Zocken zu. "Hey, Kleines. Na, wie war's?" "Lustig, aber irgendwann hatte ich keinen Bock mehr." Kevin sagte nichts mehr und zockte ruhig weiter. Ich wollte gerade rausgehen, als er noch fragte: "Habt ihr geraucht und gesoffen? Und jetzt sag nicht nein! Ich rieche es doch." "Ich hab nur geraucht, ich schwöre es! Aber die Jungs haben noch gesoffen und alles." Er sagte wieder nichts, als verließ ich das Zimmer und ging schnell duschen. Unter dusche dachte ich darüber nach, wieso ich heute Nachmittag traurig war, als er so fies war. Ich malte mir mehrere Möglichkeiten aus .. Aber eine blieb in meinem Kopf hängen. 'Kann es sein, dass ich mich etwas in Dani verguckt habe?' Als ich fertig war, musste ich immer noch daran denken. Ich föhnte meine Haare, als meine Mutter rein kam. "Oh, hallo, Mama." "Hallo, Spatz. Ist alles in Ordnung?" "Ja, wieso nicht?" Sie kam näher zu mir und nahm mich in den Arm. "Wenn was ist, komm einfach zu mir." "Was soll denn sein?" "Naja, meistens, wenn es dir nicht so gut geht, duschst du knapp eine halbe Stunde. Also, was los?" Ich schüttelte nur den Kopf und schaltete den Föhn wieder ein. Zum Glück verließ sie dann wieder das Zimmer und ich war endlich wieder alleine. Ich setzte mich auf mein Bett und starrte die Wand an. Ich schnappte mir meinen Laptop und ging auf Facebook. Ich hatte 2 Nachrichten. Eine von Alisa und eine von Daniele. Natürlich las ich mir erst Alisas durch: "Hey, Süße. Ich wollte das nicht vor den anderen sagen, aber ich musste heute mit einem richtig süßen Typen nachsitzen. Ich brauche auch deine Hilfe wegen ihm .. Ruf mich sofort an, wenn du das liest!<3" Ich nahm gerade das Telefon in die Hand, als ich eine weitere Nachricht bekam, aber noch eine von Dani. Ich seufzte kurz, denn ich wollte eigentlich nicht mit ihm schreiben. Ich überlegte mir, ob ich vielleicht eine Zeit lang den Kontakt abbrechen sollte, um herauszufinden, ob ich mich doch in ihn verliebt hatte. Deshalb klappte ich einfach den Laptop zu und legte mich hin.

#Kapitel 17#

Ich sagte noch schnell meinem Vater und meinem Bruder Bescheid, dass wir raus gehen und schon waren wir weg. Kaum hatte ich die Tür zu gemacht, zog Daniele eine Zigarette aus seiner Hosentasche. "Warte, man! Mein Vater könnte uns noch sehen. Komm, wir gehen da hinter." Er steckte sie wieder ein und verdrehte die Augen. Dann waren wir an einer Ecke und dann rauchte er die Kippe. Auch ich nahm eine aus seiner Schachtel und doch hörten wir schon Gelächter. Es klang nach Mitch & Robin. Sie kamen näher und auch Daniele wollte ihnen entgegen gehen. Dann sahen sie sich und machten einen Handschlag. Ich stand nur daneben, bis Robin kam und mich umarmte. Mir war das ein klein wenig unangenehm. Daniele starrte uns nur an und dann drücke ich Robin vorsichtig weg. Mitch hatte seine Shisha dabei, das heißt, dass sie vorhatten wieder zu kiffen. Sie setzten sich alle auf den Boden, aber ich wollte das nicht. Ich hielt mich zurück, aber setzte mich auch daneben. Dani schaute mich immer wieder an .. Ich dachte, er hoffe, dass ich auch mitmachen würde, aber Shisha fand ich nicht so gut. Irgendwann hatten die Jungs auch keinen Bock mehr. Wir liefen zu viert noch durch die Straßen, als uns plötzlich Alisa entgegen kam. "Na, wie war das Nachsitzen?" "Wie sonst auch immer .. Langweilig .. Der Lehrer war halt wieder eine Zeit lang nicht da." Ich nickte nur und schon musste sie wieder weg. Wir gingen zu viert noch ein wenig rum, als wir einen weiteren ihrer Kumpel getroffen haben. Mich langweilte es, dass wir überall irgendjemanden trafen. Daniele fragte ihn nach Alk und ich tat so, als würde ich total 'begeistert' sein. Sie bekamen eine Flasche Vodka und eine Flasche Fanta mit. Man soll Vodka ja nicht pur trinken. Wieder liefen wir weiter und hielten dann beim Spielplatz an, auf dem auch Alisa und ich am Tag zuvor waren. Sie tranken ich bisschen voll und fingen an dumme Sachen zu labbern. Plötzlich fragte Daniele Robin: "Hey, du stehst doch auf Lawi, hab ich recht?" Man sah Robin an, wie er langsam sauer wurde und schrie: "Nein man! Die ist gar nicht mein Typ. Wieso denkst du das, Diggah?" Daniele grinste nur dumm und sah mich dann an. "Lawinia, willst du was von dem Typen?" Ich schüttelte hektisch den Kopf und machte eine abwertende Handbewegung. Daniele lachte nur und trank weiter aus der Flasche. Irgendwann war die Flasche leer und ich sah den Jungs dabei zu, wie sie versuchten zur Bank zu laufen, um sich zu setzen. "Daniele, du bist heute mit Kopfschmerzen aufgestanden nd hast mich angemault, dass du eine Kater hattest. Jetzt säufst du wieder?! Du hälst nicht viel aus." Daraufhin lachten alle, außer natürlich Daniele. Der sah mich nur giftig an und zog mich am Arm hinter einen Baum. Ei wenig Angst hatte ich schon, aber ich durfte es nicht zeigen.

Sonntag, 13. Januar 2013

#Kapitel 16#

In der Schule ist nichts besonderes passiert. Inga hatte mich nur wieder mal ignoriert, die Lehrer fingen an mich anzumaulen, weil ich Hausaufgaben & den ganzen Mist vergessen hatte und in den Pausen war ich immer bei Alisa & den Jungs. Ich musste heute alleine nach Hause fahren, weil Alisa nachsitzen musste. Ich wurde ja schon von Inga deswegen gewarnt, aber was sollte man machen. Ich stieg in den Bus ein und auch Daniele kam kurz vor Abfahrt angerannt. Er kam zu mir hinter und setzte sich neben mich. "Na, explodiert dein Kopf immer noch fast?" "Haha, wie lustig. Ist zum Glück wieder weg. Hab im Unterricht bisschen geschlafen, deshalb geht's mir jetzt besser. Muss Alisa wieder mal nachsitzen?" Ich nickte und dann waren wir auf dem Weg nach Hause. Unterwegs redeten wir nicht mehr. Erst als wir ausstiegen, brachte ich etwas raus. "Hast du Lust noch ein wenig zu mir zu kommen? Wir könnten uns einen Film anschauen oder so. Du machst ja eh keine Hausis." "Klar, aber nur, wenn ich den Film aussuchen darf." Mir wurde ein bisschen mulmig, aber ich stimmte zu. Wir kamen bei mir an und wir begrüßten meinen Vater. "Hallo. Wer ist denn der junge Mann?" "Mein Name ist Daniele. Ich bin ein guter Kumpel von Lawi." Mein Vater schaute ihn von oben bis unten an, aber sagte nichts. "Okey. Was wollt ihr hier machen?" "Einen Film anschauen. Wo sind die DVDs, Paps?" "Hinter dem Fernseher ist die Kommode. Dort müssten sie sein." Daniele kniete sich vor die DVDs und suchte sich einen Horrorfilm raus. "Wie wäre es mit Final Destination 2?" Ich bekam jetzt schon Gänsehaut und Angst, aber die wollte ich mir nicht anmerken lassen. Also nickte ich und ging mit ihm nach oben in mein Zimmer. "Echt große Hütte. Habt ihr Geld?" "Nein, wir bezahlen alles mit Steinen. Dumm oder so?" Wir lachten und er steckte die DVD in den Player rein. Ich machte bisschen Platz auf meinem großen Bett und schmiss ein paar Kissen drauf, damit es gemütlicher war. Er lächelte mich an und setzte sich drauf. Erst 5 Minuten sind vom Film vergangen und ich dachte inzwischen, dass ich jeden Moment vor Schreck sterbe. Ich schnappte mir ein Kissen, zog die Knie an mich ran und klammerte das Kissen mit meinen Fingernägeln fest. Irgendwann merkte ich nicht mehr was ich tat und ich klammerte mich an Danis Arm. Der schaute mich nur amüsant an und sagte: "Na, wohl doch nicht ganz so taff, was?" Ich gab nur ein 'Pah' von mir und zeigte ihm die Zunge. Ich versteckte mich immer mehr hinter seinem muskulösen Arm und sein Grinsen wurde ebenso breiter. Irgendwann war dann auch endlich der Film fertig und Daniele stand auf und öffnete mein Fenster. "Du willst jetzt nicht ernsthaft hier drinnen rauchen, oder?" "Doch, Problem?" "Ja! Mein Vater ist da. Wenn er das sieht, schmeißt er dich hochkantig raus und verbietet mir auch noch den Umgang mit euch allen! Das will ich nicht unbedingt, Dani." Er lachte nur, schloss das Fenster wieder und ging in mein Badezimmer. 'Oh man, wie kam ich eigentlich dazu, ihn in mein Haus einzuladen? Das sieht mir gar nicht ähnlich!' Dann kam er wieder raus und fragte, ob  ich noch Lust hätte mit ihm raus zu gehen und rumzulaufen. Ich stimmte zu und wir gingen runter.

#Kapitel 15#

Am nächsten Morgen klingelte mein Wecker. Ich hatte null Bock aufzustehen, also schmiss ich den Wecker gegen die Wand und wartete, dass meine Mutter hochkommt und mich anschreit. Ich hab nie wirklich Ärger von meinen Eltern gekriegt, aber jetzt ist es halt so .. Und ich fand es auch gut, denn ich wollte nicht immer hilflos sein. Plötzlich kam mein Bruder in mein Zimmer und schaute mich traurig an. "Morgen, was los?" "Wieso veränderst du dich? Nur weil sie dich nicht so nehmen würden wie du bist, oder was?" Ich setzte mich auf und gab ihm ein Zeichen, dass er sich neben mich setzen sollte. Ich konnte mit ihm über alles reden, also erzählte ich ihm ein bisschen was. "Ja, du hast Recht, Kevin. Aber ich will auch nicht immer das brave Mädchen sein. Ich habe es satt immer das hilflose Mädchen zu sein, verstehst du das nicht?" "Deshalb musst du trinken und rauchen oder was?" Ich riss meine Augen auf, denn ich hatte ihm ja nichts erzählt. "Was re-redest du denn d-da?", stotterte ich nervös. "Ach lüg' mich nicht an! Ich weiß, dass das keine Engel sind, vielleicht sind die sogar kriminell!" "Moment, jetzt gehst du echt zu weit, Kevin! Sie sind nicht kriminell. Okey, sie sind nicht brav und lieb und das alles, aber sie haben ihren eigenen Kopf und ich finde das bewundernswert! Ich will auch so frei sein." Er sah mich enttäuscht an. "Bitte rutsch nicht ab! Du hättest zu viel zu verlieren, Kleines!" Er gab mir einen Kuss auf die Stirn und verließ mein Zimmer. 'Super .. Ich dachte, er würde mich verstehen. Das hat er schließlich früher auch immer.' Ich ging ins Bad, wusch mich und zog mich an. Ich zog die dunkelblaue Leggins an, zusammen mit dem Top, das Alisa so gefiel. Dann schminkte ich noch meine Augen und machte meine Haare zu einem Zopf hoch. Ich schnappte mir meine Schultasche und lief die Treppe runter. "Morgen. Ich esse nichts. Tschüss." "Warte! Wir möchten nochmal mit dir reden, Lawinia." Ich drehte mich um und setzte mich auf das Sofa zu ihnen. "Ja?" "Es geht um gestern. Okey, wir heben deinen Hauserrest wieder auf .. Aber zeig uns bitte, dass du nichts verbotenes tust. Dein Bruder wollte auch, dass wir dir ein bisschen mehr Freiheit lassen. Also darfst du bis um 22 Uhr draußen bleiben. Es fällt uns schon schwer, aber Kevin sagt, dass das der Familie gut tun würde, wenn du etwas mehr Freiraum hast. Ist das okey?" Ich nickte stürmisch und schmiss mich ihnen um den Hals. Ich sah Kevin an und formte mit meinen Lippen ein 'Danke'. Er nickte und dann verabschiedete ich mich noch und verließ das Haus. Ich ging zur Bushaltestelle, wo Daniele und Mitch schon standen. Wir umarmten uns und Daniele hielt sich andauernd den Kopf. "Na, zu tief ins Glas geschaut?" Er schaute mich gespielt böse an und trank aus seiner Wasserflasche. Dann kam der Bus und wir stiegen ein. Hinten legte sich Daniele halb auf meinen  Schoß und ich musste lachen. "Nicht so laut, man! Ich hab Kopfschmerzen, als würde er gleich explodieren!" "Pech gehabt." Dann stieg auch Alisa ein und wir fuhren zur Schule. Alisa machte mir noch Komplimente, dass mein Outfit toll sei und dann waren wir schon da.

Samstag, 12. Januar 2013

#Kapitel 14#

Wir trafen noch viele von ihren Kumpels und auch Daniele, der sich - total blau - an einer Wand anlehnte. Als er uns sah, kam er schwankend auf uns zu. "Na, Mädels. Was geht so bei euch?" "Boah, wäh! Du stinkst schlimmer, als eine Bräuerei!" Ich ging paar Schritte zurück, aber er kam immer näher. Alisa ging währenddessen zu den anderen Kumpels und ließ mich mit Daniele allein. "Lass uns bisschen plaudern. Wir haben uns ja gestern nicht sonderlich ausgesprochen." "Ich weiß nicht, was ich noch zusagen hätte. Ich dachte, wir hätten es geklärt und es wäre alles wieder gut!" Er lachte nur und drehte sich zu den anderen um. "Komm, dass wir nicht so alleine sind, Lawi." "Ehm, okey." Wir gingen zu ihnen tranken noch ein wenig, bis ich plötzlich einen Anruf bekam. "Fuck, meine Mutter!" Alle grinsten sich dumm an und ich ging bissl von ihnen weg. "Ja, hallo?" "Oh mein Gott, Schätzchen! Wo bist du denn? Wir machen uns Sorgen!" "Ich bin noch draußen mit Alisa und paar Kumpels, die ich hier kennengelernt habe. Ich bin so gegen 22 Uhr Zuhause, versprochen!" "Nein, du kommst SOFORT nach Hause, Fräulein! Was fällt dir ein, so spät noch draußen rumzulaufen, ohne uns etwas zusagen?!" Ich seufzte und sagte: "Okey, ich komme jetzt, Bis dann!" Ich legte einfach auf und ging zurück zu den anderen. "Na, muss Prinzessin nach Hause?" Ich zeigte den Jungs die Zunge und zog Alisa mit mir mit. "Musst du echt?" Ich nickte und war stinksauer auf meine Eltern. "Ich muss ja auch noch erstmal zu dir und meine Sachen abholen." Sie nickte und wir liefen etwas schneller zu ihr. Dort nahm ich alles mit und verabschiedete mich von ihren Eltern. Dann begleitete sie mich noch nach Hause, aber ich wollte nicht, dass sie mich alleine mit meinen Eltern lässt. "Okey, hoffe du überlebst es, Süße. Bis morgen in der Schule." "Bye." Wir gaben uns noch Küsschen links & rechts und dann verschwand sie. Ich kramte den Schlüssel raus und sperrte auf. Meine Eltern standen mit verschränkten Armen vor mir. "So Fräulein. Du hast Hauserrest!" "Oh schön. Nicht mal ein 'danke' oder sowas. Wisst ihr was, ich gehe jetzt nach oben, Tschüss!" Mein Vater packte mich am Arm und knallte mir eine. Ich hielt mir meine Wange, die höllisch weh tat. "Sag mal, geht's noch? Das hast du noch nie getan!" "Das war auch noch nie nötig, schließlich hast du immer auf uns gehört! Hat das etwas mit dieser Alisa zu tun?" "Nein! Sie ist die einzige, die mich hier akzeptiert! Das macht ihr mir nicht kaputt, verstanden?" "Wir sind dein Eltern und wollen nur das Beste. Deshalb wäre es besser, wenn du dir andere Freunde suchst!" Ich spürte schon die Tränen, wie sie hochkamen und schrie noch meinem Vater ins Gesicht: "Ich hasse euch! Ihr macht mir das kaputt, was ich jetzt erst aufgebaut habe! Danke für nichts!" Ich rannte die Treppen hoch in mein immer, schmiss meine Sachen in eine Ecke und schmiss mich auf's Bett. Ich weinte meine Wimperntusche ins Kissen und dachte nicht mal daran aufzuhören. Irgendwann hörte ich langsam auf und spürte, wie meine Augen brannten. Ich ging in mein Bad, wusch mir mein Gesicht, schminkte mich ab und duschte schnell. Dann zog ich mich um, steckte mir die Kopfhörer in die Ohren und schlief so irgendwann ein.

#Kapitel 13#

Sie ging mit einem normalen 'Hi' dran. Ich konnte nur so bisschen was verstehen und das, was sie sagte. Nicht mal 2 Minuten später legte sie auf. "Wir sollen nach Hause kommen. Vor der Tür stehen Dani und Robin. Wahrscheinlich haben sie was vergessen oder so." Wir rannten die Treppen runter und ich nahm noch schnell die Schlüssel mit. Wir rannten zu ihr und ihr Vater öffnete uns die Tür. "Na endlich! Die Jungs suchen dich, Alisa." Wir gingen hoch in ihr Zimmer und sahen sie zocken. "Sag mal geht's noch? Was macht ihr hier?!" Sie sahen uns grinsend an, aber antworteten nicht. "Boah, alter! Redet, oder seid ihr selbst dafür zu blöd?" Plötzlich verschwand ihr Grinsen und sie sahen uns ernst an. "Beleidigen musst du uns nicht, Bitch!" "Ach halt's Maul! Was ist denn jetzt?" "Ich hab meine Kopfhörer hier vergessen. Ich wollte sie nur schnell holen kommen. Komm, Bro. Wir gehen und lassen die zwei ihre Mädchengesrpäche führen." Dabei lachte er dumm und schaute mich komisch an. Auch Robin sah Alisa komisch an, was ein wenig süß aussah. Sie schrien noch ein 'Ciao' nach oben und knallten die Tür zu. "Boah, wie die mich nerven!" "Außer Robin. Ey, ich glaube, der will doch was von dir. Im Gehen hat er dich voll süß angeschaut. Hast du es nicht bemerkt?" Sie schüttelte den Kopf und sah traurig auf den Boden. "Süß, hör auf so traurig zu schauen! Wir machen uns einen schönen Tag. Komm, lass und shoppen gehen!" Sie nickte und ging zu ihrem Schank, um zu schauen, was sie so braucht. "Kauf dir einfach irgendwas, egal ob du es brauchst oder nicht. Spontanes shoppen nennt man sowas." Ich zwinkerte ihr zu und zog sie vom Schrank weg. "Herr & Frau Sanja, wir wollen in die Stadt gehen. Ist es schlimm, wenn es ein wenig spät wird?" "Nein, geht ruhig. Aber es wäre besser, wenn sie bis um 22 Uhr daheim ist." Alisa grinste neben mir und wir verließen das Haus. Wir gingen noch schnell zu mir damit ich mir Geld holen konnte, als sie mir plötzlich einen Kuss auf die Backe gab. "Für was war das?" "Dank dir darf ich länger draußen bleiben als normal. Ich glaube, sie mögen dich!" "Hoffe ich doch! Schließlich soll es nicht daran liegen, dass wir irgendwann getrennte Wege gehen müssen .." Wir lachten und ich schnappte mir noch mein Geld. Wir liefen durch die Stadt, als wir plötzlich Inga sahen. "Fuck, was macht die in der Stadt?" "Lawi, wir haben 14 Uhr. Die meisten sind jetzt Zuhause!" Wir gingen unauffällig an ihr vorbei und klapperten viele Läden ab. So gegen 19 Uhr waren wir ganz fertig. Alisa hatte sich 3 Sweatshirts, eine Damen-Baggy und 2 paar Nietenstiefel gekauft. "Du weißt schon, dass wir Frühling haben, oder?" Sie nickte und sagte: "Ich ziehe Stiefel eigentlich in jeder Season an. Du etwa nicht?" Ich schüttelte lächelnd den Kopf. Ich hatte mir 2 paar Leggings (weiß und dunkelblau), ein blaues Sweatshirt und ein Armband mit Mini-Totenköpfen gekauft. Wir fuhren mit dem Bus zurück, aber natürlich nicht zu ihr. Wir trafen einen Kumpel von ihr, der 18 war. Alisa bat ihn uns eine Flasche Alk zu kaufen. Er machte es und wir gaben ihm das Geld. Mit der Flasche zogen wir noch ein wenig durch die Häuser.

Freitag, 11. Januar 2013

#Kapitel 12#

Ich machte mir schon ein wenig Sorgen, nicht dass er krank oder so war. Ich schaute ihn immer wieder an, aber drehte meinen Kopf weg, wenn er mich ansah. Irgendwann waren wir fertig und wir hörten eine Autotür von draußen. Sofort wussten, wir dass es Alisas Eltern waren. Wir schmissen die Jungs hinten rum raus und rannten in Alisas Zimmer. Dort schmissen wir wieder die PS3 an und zockten bissl zusammen. Ihre Eltern kamen hoch und begrüßten uns. "Und, wurde es sehr spät?" "Joa, schon." "Danke übrigens, dass sie an Stelle meiner Eltern in der Schule angerufen haben. Meine Eltern hätten das aus diesem Grund niemals für mich gemacht." Frau Sanja lächelte und verließ mit ihrem Mann das Zimmer. "Deine Eltern sind doch voll nett. Was erzählst du immer für eine Scheiße?" "Ja, wenn Gäste da sind, natürlich! Aber sobald ich wieder alleine mit ihnen bin, werde ich wegen jedem Dreck angeschrien. Meistens renne ich dann auch einfach nach draußen und komme spät nach Hause, wodurch ich noch mehr Ärger kriege, weil sie sich angeblich Sorgen um mich gemacht hätten." Wir brachen das Spiel ab und gingen runter. "Mama, wir gehen bisschen raus. Könnte spät werden!" "Ok, viel Spaß, Spatz!" "Jaja", nuschelte Alisa vor sich hin. Wir gingen zum Pausenhof der Grundschule bei ihr in der Nähe und gammelten auf der Schaukel. "Kann es sein, dass Robin auf dich steht, Lawi?" Ich sah sie total erschrocken an. "Was? Wieso sollte er? Wie kommst du drauf?" "Naja, er ist gerne in einer Nähe und er schaut dich immer so süß an. Auch beim Essen, ist dir das nicht aufgefallen?" Ich schüttelte nachdenklich den Kopf. Ich sah auf den Boden. "Aber du stehst auf ihn, oder?" Sie glotzte weiterhin den 'interessanten' Boden an, aber bewegte sich nicht. "Alisa, sag doch was .." "Ja, du hast Recht! Ich mag ihn ziemlich doll, aber er steht ja auf dich. Also kann ich das gleich aus meinem Kopf entfernen." Dieser Satz klag so traurig. Ich hätte damals nicht gedacht, dass sie auch weinen kann, denn das tat sie in dem Moment. Ich stand auf, reichte ihr meine Hand und zog sie zu mir nach Hause. "Lawi, deine Eltern! Die wissen doch gar nicht, dass du nicht in der Schule bist!" Ich zuckte nur mit den Schultern, denn ich wusste, dass sie erst gegen Mittag Zuhause sein würden. Wir gingen rein und ich zog sie in mein Zimmer. "Was wollen wir hier?" "Du musst mir jetzt erzählen, was du so an ihm magst. Bei dir können wir darüber nicht reden, Süße." Ich schaute nur auf den Boden und man sah wieder eine Träne. "Also gut ... Vor zwei Jahren habe ich ihn durch meine Cousine kennengelernt. Sie ist vor knapp einem Jahr weggezogen. Auf jeden Fall war ich auch mal brav und alles. Er hat mir sozusagen geholfen, dass ich mein Image wechselte. Deshalb wollte ich dir auch helfen, denn ich weiß, dass das geht!" Ich nickte und hörte ihr aufmerksam zu. "Er hatte damals ziemlich Stress mit Daniele. So hab ich auch ihn kennen und hassen gelernt. An einem Nachmittag nach der Schule fuhr ich nach Hause und Daniele hat mich total bescheuert angemacht, weil ich auf seinem Platz saß, das kennst du ja." Ich erinnerte mich zurück, als er mich so angemacht hatte deswegen. "Und das hat Robin mitgebekommen und dann ist er einfach auf Daniele zugelaufen und hat ihm seine Faust ins Gesicht gedrückt. Dani ist voll auf den Boden geflogen und alle haben ihn ausgelacht. Ich war da noch nicht richtig in Robin verknallt, aber ich fand das so toll, als er mir da geholfen hat. Irgendwann wurde es immer stärker und er wurde auch zu meinem besten Freund, dem ich alles erzählte. Auch, dass ich verliebt sei, aber natürlich nicht in wen ..." Sie wischte sich die letzten Tränen weg und versuchte zu lächeln. "Echt krass. Hätte ich nicht von ihm gedacht." Sie schüttelte den Kopf, als plötzlich ihr Handy klingelte.

Donnerstag, 10. Januar 2013

#Kapitel 11#

Am nächsten Morgen wurde ich wach, aber war die Einzige im Zimmer. "Alisa, Daniele, Robin? Wo seid ihr?" Sofort öffnete jemand die Tür, es war Alisa. "Morgen, meine Eltern sind ein Glück noch nicht da. Wir müssen noch aufräumen, und mit wir meine ich dich und mich." "Wieso nur wir?" "Die Jungs heulen wegen ihren Kopfschmerzen -.-" Wir lachten und ich stand auf. "Fuck, habe ich echt so geschlafen?" "Ja, wieso?" Ich hatte noch die unbequemen Sachen vom vorherigen Abend an. Plötzlich hörte man von unten: "Man, Alisa! Wo bleibst du? Unsere Köpfe explodieren gleich!" Alisa seufzte und verließ das Zimmer mit den Worten: "Zieh dich an. Meine Eltern kommen bestimmt bald un es ist schlecht, wenn es alles nach Rauch und Alk riecht." Sie zwinkerte noch und ging runter. Ich schnappte mir schnell frische Sachen und rannte ins Bad. Dort zog ich zuerst die Hose an. Dann zog ich mein Oberteil aus, als es plötzlich klopfte. "Nein!" Ich merkte noch, wie die Türklinke nach unten gedrückt wurde. "Alter, was verstehst du nicht bei dem Wort 'nein'?" Dann war die Tür ganz offen. "Ich bin's doch nur, man! Die Jungs können nicht mal laufen, also kommen die die Treppe erst recht nicht hoch!" Wir lachten und ich zog mich weiter an. Dann gingen wir die Treppe runter und es kam mir ein stickiger Geruch entgegen. "Krass, das Haus muss gebadet werden, Alisa!" Sie verdrehte nur die Augen und sagte: "Heul nicht rum. Wir brauchen nur ein wenig Raumspray und ich bitte dich, dass du bitte die ganzen leeren Flaschen und Zigarettenpackungen einsammelst." Ich nickte und machte mich ans Werk. "Oh, ist Prinzesschien auch schon schon wach?" "Halt's Maul." "Boah, schrei nicht so! Ich hab Kopfschmerzen wie Sau, also pscht!" "Selber Schuld", schrie ich ihm mit Absicht ins Ohr. Robin lag halbtot auf dem Bett und sabberte im Schlaf. "Iiih, Alisa, ich würde an deiner Stelle die Matratze waschen. Bestimmt ist die voll Spucke von dieser Leiche." Alisa lachte und sprühte das ganze Haus mit Lavendelduft ein. Daniele schaute mich total böse an und fragte dann: "Was ist denn gestern überhaupt noch alles passiert?" Ich schaute ihn mit einer gehobenen Augenbraue an. "Idiot. Sauf weniger, dann weißt du auch, was du alles angestellt hast." Er schaute mich fragend an, aber ich ging einfach nach oben, um dort alles aufzusammeln. Irgendwann klopfte es an der Tür und Robin kam rein. "Ehm, Lawi?" "Hm?" "Ganz ehrlich, ich kann mich auch an nichts mehr erinnern. Ich hab das Problem, wenn ich besoffen bin, dass ich anfange jedes Mädel anzuflirten und dann werde ich auch mal ziemlich pervers und alles ... War ich gestern auch so?" Ich überlegte erstmal, ob ich etwas bemerkt hatte. "Ne, eigentlich nicht. Nur einmal hast du deine Hand auf meinen Oberschenkel gelegt, aber mehr nicht." "Gut, danke. Komm mal her." Er nahm mich in den Arm und hielt mich fest. "Okey, Robin. Ich räum mal weiter auf." Er nickte und ging raus. Dann war auch ich endlich fertig und gesellte mich zu den anderen unten. Wir aßen noch etwas Kleines, außer Daniele. Der rührte gar nichts auf dem Tisch an.

#Kapitel 10#

"Wieso weinst du denn jetzt? Kommst du damit nicht klar?" Ich dachte nicht einmal daran meine Kopf zu heben. Dann spürte ich, wie mich Daniele zu sich zog und ich kuschelte mich anfangs in ihn, bis ich merkte, dass es wirklich er war. Sofort riss ich mich wieder aus seiner Umarmung und schaute ihn an. Er sah nicht glücklich aus, er hatte kein Grinsen im Gesicht. "Wieso bist du zurück gekommen?" "Weil ich gemerkt habe, dass ich ziemlich fies war. Das war nicht mein Plan, aber ich bin einfach auch so sauer, dass du dich so gut mit den anderen Jungs verstehst, obwohl du neu und brav warst. Es tut mir auch leid, aber Diggah, mir kannst du doch verzeihen, oder?" Ich sah ihn erstaunt an. "Wie bitte?! Jetzt erwartest du, dass ich dir verzeihe? Bestimmt nicht so schnell, Junge! Das tat schon weh, oder ist dir das egal?" "Nein, natürlich nicht, aber .." "Kein aber! Ich hab kein Bock mehr. Ich gehe jetzt hoch und vergnüge mich weiter mit den Jungs!" Er schaute mich nur dumm an und sah mir hinterher, wie ich die Treppen hochging. 'Pah, was denkt der sich eigentlich? Voll das Arschloch!' Ich setzte mich auf's Bett und bemerkte, dass mich alle anschauten. "Ist was?" "Hattest du Stress mit Dani?" Ich ging nicht auf diese Frage ein, sondern schnappte mir einfach Robins Controler und zockte noch ein wenig. Plötzlich war ich richtig gut darin und machte Mitch richtig fertig. "Uuuuuh, das wird der Michael (Mitch) wohl von einem Mädchen fertig gemacht!" Alle lachten und klatschten ein. Dann kam auch Daniele wieder hoch und hatte eine neue Packung Zigaretten dabei. Ich gab Robin den Controler zurück und setzte mich auf das Bett. Tut mir leid", nuschelte ich leise vor mich hin. "Was denn?", flüsterte er zurück. Ich zuckte mit den Schulter und er lächelte. "Hör mal, ich weiß, ich kann ein ziemliches Arschloch sein, aber ich wollte dir nicht weh tun. Eigentlich passt du ja in die Gruppe, aber den Grund habe ich dir ja vorhin gesagt ..." Dann war es kurz still, als mir Daniele wieder mal eine Kippe anbot. Ich nahm an und rauchte sie ganz weg. Inzwischen war es 23 Uhr. Die Jungs waren alle dicht und blau, auch Alisa hat bisschen zu tief ins Glas geschaut, aber ich .. Ich war noch völlig nüchtern, ur vielleicht ein bisschen dicht. Ein paar der Jungs mussten gehen, weil sie am nächsten Tag einen Test schreiben sollten. Dann waren wir nur noch zu viert: Alisa, Daniele, Robin und ich. Robin saß dauernd sehr dicht neben mir und das machte mir ein wenig Angst. Irgendwann kam er mir ganz nah und legte seine Hand auf meinen Oberschenkel. Ich schaute auf die Hand und dann wieder zu ihm. "Ehm, sorry, war keine Absicht." "Aha, na dann." Er nahm seine Hand weg und schaute in die andere Richtung. Daniele lag inzwischen auf dem Bett wie eine Leiche und rührte sich nicht. Ich sah ihn leicht besorgt an und dann zu Alisa. "Mach dir keine Sorgen. Wenn er mal richtig blau ist, schläft er meist ein. Deswegen ist er auch immer der erste, der einschläft, und das ziemlich früh!" Ich lachte und schaute wieder zu Daniele, der sich umdrehte und leicht die Augen öffnete. Ich legte mich neben ihn und Alisa holte noch zwei Matratzen für sie und Robin. "Schläfst du dann oben bei Daniele?" Ich nickte und schloss meine Augen. Ich merkte gar nichts mehr und war im Traumland verschwunden.

Dienstag, 8. Januar 2013

#Kapitel 9#


Sie rannte runter und kam mit 6 Jungs wieder hoch. "Tach, Kindaas! Kommen deine Eltern heute noch oder in der Nacht nach Hause?" Alisa lachte, schüttelte den Kopf und ließ mich nochmal kurz mit den Jungs allein. Achja, es waren Daniele, Robin, Daniel, Eddi, Mitch & Dominik. Diese 6 Jungs setzten sich um mich herum auf's Bett und starrten mich alle mit einem Grinsen an. "Boah, ihr nervt! Was wollt ihr?" Schon kam Alisa zurück ins Zimmer und gab jedem eine Flasche Bier. "Ich hab dir auch eine geholt. Probier mal, hat mein Vater selber gebräut. Das macht er von Beruf." Jeder öffnete seine Flasche, während ich noch überlegte und dann doch annahm. Auch ich öffnete meine Flasche und trank den ersten Schluck. Dann den zweiten, den dritten und immer so weiter, bis die Flasche halbleer war. "Na also, geht doch. Auch das brave Mädchen trinkt." Ich zeigte Mitch die Zunge und trank weiter. Er schaute nur dumm und Daniele gab echt den ganzen restlichen Abend keinen Mucks von sich. Inzwischen packte Alisa ihre PS3 aus und ließ die Jungs bisschen FIFA13 zocken. "Warum müssen Jungs immer Fußball spielen? Können die auch was anderes?" "Ich spiele das auch gerne. Es bockt sich echt. Jungs, lasst Lawi auch mal spielen!" Die Jungs schauten mich alle an und Robin gab mir seinen Controler. Am Anfang fiel es mir echt schwer, aber Alisa half mir. Sie war viel netter als am Anfang. Irgendwann schoss ich auch mein erstes Tor, aber es wurde auch langsam langweilig. Ich gab Robin wieder den Controler zurück und setzte mich auf's Bett neben Daniele. "Was denn los? Du redest kein Wort .. Normalerweise hast du die größter Klappe!" Er schaute mich nicht an, bewegte sie nicht, er schaute nur auf den Boden und wenigstens atmete er noch. "Hallo? Jetzt rede doch, man!" Endlich drehte er sich zu mir, aber er sagte nichts. "So, ignorieren ist also angesagt. Gut, das kann ich auch!" Ich stand auf und setzte mich neben Robin. "Alter, du bist echt gut, Robin!" "Danke, du warst auch nicht schlecht für eine Anfängerin." "Pah, ich könnte dich bestimmt trotzdem meinem ersten Mal fertig machen." Plötzlich fingen alle an zu lachen, auch Danieles Lippen zuckten. "Was war jetzt so witzig?" "Hast du dir mal angehört, was du gerade gesagt hast?", fragte mich Alisa lachend. Ich dachte nochmal nach und dann fiel es mir auf. "Boah, ihr seid 17! Langsam solltet ihr die Pubertät verlassen, Leute!" Plötzlich war es still und alle glotzen wieder in die Röhre und zockten. "Danke, zu freundlich von euch." Dann stand Daniele auf und verließ das Zimmer. Ich ging ihm hinterher, die Treppen runter und in die Küche. "Was ist dein Problem, Daniele? Was habe ich dir getan?" Er zuckte nur mit den Schultern, während er sich eine zweite Flasche Bier aus dem Kühlschrank holte. "Boah, jetzt rede!" "Halt doch einfach dein Maul! Lass mich einfach in Frieden, Lawi!" "Nein, erst wenn ich weiß, was du gegen mich hast!" Er schubste mich auf die Seite und knallte mit der Hüfte gegen den Tischrand, aber das war mir in dem Moment echt egal. Er packte ihn an seinem Shirt und zog ihn zurück. "Mein Gott. Ich finde, du passt nicht in unsere Gruppe! Du bist verwöhnt und einfach brav .. Alk und Kippen helfen dir nicht dein Image zu verändern! Geh lieber zur Inga und sei einfach du, denn bei uns hast du nichts verloren!" Diese Sätze verletzten mich sehr. Ich ließ ihn los, er ging die Treppen hoch und ich ließ mich am Tisch runtergleiten. Langsam spürte ich auch den Schmerz in der Seite. 'Wieso ist dieser Junge nur so gemein?' Dann spürte ich auch schon die erste Träne und merkte, wie sich jemand vor mich hinkniete, dessen Gesicht ich aber nicht sah, weil ich meinen Kopf auf meinen Knien abstützte.