Sonntag, 27. Januar 2013

#Kapitel 31#

Ja, ich hatte Angst darüber zu reden. Es wäre mein erstes Mal und jedes Mal kommt dieses Gefühl wieder, dass es niemals gut genug für einen Jungen sein könnte. Ich ging nach oben und setzte mich auf mein Bett. 'People help the people' .. Mein Handy klingelte. Ich sah nicht mal drauf, sondern ging einfach ran. "Ja, hallo?" "Schätzchen, hallo. Wie geht es dir?" "Oh, hallo, Mama. Sehrgut. Ich habe bei Daniele übernachtet." "Du klingst traurig oder sauer. Was hast du denn?" Ich wollte gerade ins Telefon schreien, aber beruhigte mich noch. "Nichts, nichts. Ich hatte ja nur gestern Geburtstag und du & Papa haltet es nicht mal für nötig mir zu gratulieren. Nein, stattdessen lasst ihr mich einfach alleine. Ich hab jetzt auch keine Lust mehr zu telefonieren. Tschüss!" Ich legte einfach auf, ohne mir die Worte meiner Eltern anhören zu wollen. Es ist zwar nur für 3 Tage und sie sind oft weg, aber nicht mal zu meinem Geburtstag zu gratulieren .. Das ist doch echt mies von ihnen. Ich regte mich nicht mehr länger auf, sondern suchte nach Danis Laptop. 'Er hat ihn doch vorhin kurz weggelegt.' Dann ging die Tür auf und ich sah zu meinem Freund. "Schatz, mit wem hast du vorhin so aufgebracht telefoniert?" Ich schüttelte nur den Kopf und ließ mich wieder auf's Bett fallen. Er setzte sich neben mich und hob mein Kinn, dass ich ihn anschauen musste. "Ich weiß doch, dass was ist. Ist es etwa, weil sie einfach gegangen sind?" Ich nickte kurz und stand dann auf. "Aber auch, weil sie mir gestern nicht mal zum Geburtstag gratuliert haben! Sie haben es vergessen." Er sah mich verständnisvoll an und stand plötzlich hinter mir. "Wie können sie einfach deinen Geburtstag vergessen?", flüsterte er in mein Ohr und schlang seine Arme um mich. 'Wie ich es liebe, wenn er mich von hinten umarmt.' Er küsste mich auf die Backe und sagte: "Na komm. Wir gehen zur Ablenkung shoppen. Hast du Lust?" Ich nickte aufgeregt, drehte mich zu ihm um und küsste ihn kurz. "Soll ich mich umziehen?" Er nickte und ging zu seinem Schrank. "Ehm, ich hab gefragt, ob ich mich umziehen soll, nicht dass du dich umziehen sollst." "Ich weiß, hier, nimm das." Er warf mir eines seiner T-Shirts zu. "Aber das ist mir doch zu groß." "Mir egal. Steht dir bestimmt trotzdem gut, Süße." Ich nickte und bat ihn wieder ins Bad oder runter zu gehen. Er hingegen war stur und setzte sich auf's Bett. "Bitte, ich will mich umziehen, Schatz." Er schüttelte den Kopf und grinste. "Ich will aber nicht runter gehen. Außerdem habe ich dich heute schon mal so gesehen", sagte er und zwinkerte. Ich seufzte und ließ es dann einfach zu. Ich zog meinen Oberteil über meinen Kopf und zog schnell sein T-Shirt an. "Na, so schlimm?" Ich schlug ihm leicht ihn den Bauch (wenn man es Bauch nennen kann;)) und ging mit einem Hüftschwung aus dem Zimmer. Er lachte nur und kam mir dann hinterher. "Hast du nicht was vergessen?" Ich drehte mich um und er gab mir mein Handy und meine Brieftasche. "Danke, Schatz." Ich gab ihm noch einen Kuss und dann verließen wir auch schon sein Haus.

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