Dienstag, 29. Januar 2013

#Kapitel 34#

"Heyy, hey. Was denn passiert? Es ist alles ok." Ich versteckte mein Gesicht in seiner Brust und schluchzte hinein. Er streichelte mir über den Kopf, dann über den Rücken, bis ich mich allmählig beruhigt hatte. "Scht. Erzähl mal, langsam." Ich nickte und fing an. "Der Traum war so real. Ich bin mit Alisa und ein paar ihrer Kumpels durch die Stadt gelaufen und dann haben wir dich plötzlich gesehen, wie du eine andere küsst. Ich bin in dem Moment weggerannt und hab mich Tage lang in meinem Zimmer eingesperrt." Ich musste kurz stoppen, weil der Wasserfall wieder kam. "Scht, ganz ruhig, Schatz." "Ich hab dann irgendwann die Zeitung gelesen und dann stand da drinnen, dass ein Junge mit 1,8 Promille am Steuer erwischt wurde. Nur 2 Minuten später bekam ich einen Anruf von Alisa, dass du dieser Junge warst .." Ich konnte nicht mehr weiter erzählen und weinte einfach los. Er nahm mich in den Arm und drückte mich ganz fest. Wieder streichelte er meinen Rücken und beugte sich über den Nachttisch, um mir ein Glas Wasser zu reichen. "Trink erstmal etwas. Und du musst nicht weitererzählen, wenn du nicht willst, Schatz." Ich trank das Glas aus und versuchte mich zusammen zu reißen. "Geht schon. Also dann hat mich Alisa gezwungen, dass ich mit ihr ins Krankenhaus fahren sollte. Genau dann, als wir ankamen, rannten die Ärzte in dein Zimmer und man hörte nur ein leises Piepsen. Ich rannte ebenfalls rein und sah dich dort, wie du tot warst." Daniele drückte mich leicht von sich weg und sah mir in die Augen. Er strich mir die neuen Tränen weg und küsste mich auf die Stirn. "Als erstes, Schatz, würde ich dir niemals fremdgehen. Zum Zweiten habe ich noch keinen Führerschein, aber ich habe vor ihn in ca. 2 Monaten anzufangen. Als wird davon eh nichts eintreten. Hör jetzt auf zu weinen und lass uns weiter schlafen. Du bist auch noch müde und du solltest dich ausruhen." Ich nickte, wir küssten uns nochmal kurz und dann legten wir uns aneinander gekuschelt hin und schliefen wieder ein.
Am nächsten Morgen wachte ich durch ein Klingeln auf. Mein Freund lag nicht mehr im Bett. Ich zog mich schnell um und ging auch runter zur Tür. Daniele diskutierte mit jemandem an der Tür und schon knallte er sie zu. Er drehte sich zu mir um und man sah ihm die Wut ins Gesicht geschrieben. "Oh, guten Morgen." "Morgen. Was war denn los, Schatz?" Er kam zu mir, gab mir einen 'Guten-Morgen-Kuss' und sagte: "Nichts. Der Nachbar war nur da und hat wieder irgendwas gelabbert." Ich nickte und glaubte es ihm einfach mal. Wir gingen wieder hoch und Daniele zog sich auch um. Dabei sah ich ihm natürlich zu und mir gefiel, was ich da sah.

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