Sonntag, 6. Januar 2013

#Kapitel 8#

Ich schüttelte den Kopf und schrie: "Nein! Sie ist ein ganz nettes und liebes Mädchen. Sie hat mich als eine der wenige in der Klasse akzeptiert. Die anderen sind alle voll fies zu mir, aber nicht sie! Und es liegt nicht daran, dass wir Geld haben, denn sie wusste davon nichts!" Sie schaute mich nur entgeistert an und ging in die Küche, während mein Vater raus kam. "So, Prinzessin. Dein Bruder schläft heute bei einem seiner Kumpel. Ich hätte gesagt, damit du nicht so allein bist, weil wir auch weggehen, könntest du auch bei jemandem übernachten, oder?" Ich sah ihn mit großen, glücklichen Augen an und nickte sofort. "Schön, ruf jemanden an und ich bringe dich dann dorthin. Ich rannte nach oben und suchte Alisa Nummer. Aber jetzt plagte mich das schlechte Gewissen wegen Inga. Leider hatte ich ja nicht ihre Nummer. Ich wusste nicht mal, wo sie wohnte. Ich schnappte mir trotzdem einfach Alisas Telefonnummer und rief an. Dann ging eine männliche Stimme ran. "Hallo, hier bei Sanja." "Hallo, mein Name ist Lawinia. Ich bin eine Freundin von Alisa. Darf ich sie sprechen?" "ALISA! Hier ist Jemand für dich am Telefon." Ich hörte Schritte näher kommen und ein fragendes: "Hallo?" "Hey, ich bin's Lawi." "Heey. Ich sagte, du sollst erst um 19 Uhr!" "Ja, aber meine Eltern wollen wegfahren. Und dann bin ich allein und ich dachte, dass ich vielleicht bei dir pennen kann." "Klar, meine Eltern sind dann auch weg. Nur scheiße, dass morgen Schule ist, sonst könnten wir Nacht durchmachen und noch die Jungs einladen." "Jungs geht doch auch so, Alisa. Durchmachen werden wir sehen." Sie kicherte und sagte: "Okey, komm einfach irgendwann her, dann lernen dich auch meine 'ach so tollen Eltern' kennen." "Gut, bis dann." Wir legten auf, ich packte mir eine Tasche mit frischen Klamotten und Schulsachen und suchte bei meinem Bruder einen Pulli. Dann rannte ich mit der Tasche nach unten. "So, ihr könnt mich bei Alisa absetzen. Aber sie wohnt nicht weit, nur 4 Kreuzungen weiter." Sie zuckten nur mit den Schultern und drückten mir einen Schlüssel in die Hand. "Falls du irgendwas vergessen haben solltest, so wie wir dich kennen." Sie zwinkerte und mein Vater nahm die Tasche und stopfte sie in das Auto. Er öffnete mir die Tür und ich stieg ein. Als wir ankamen, öffnete sie mir die Tür und umarmte mich. "Hey, kommen Sie rein." "Nein, danke. Wir müssen auch gleich los. Viel Spaß, Spatz." Er küsste mich auf den Kopf und ging. "Hallo, Lawinia. Schön dich kennen zu lernen." "Ganz meiner Seits." "Oh, du hast Manieren. Nicht so wie die anderen Freunde von Alisa, die irgendwie alles nur Jungs sind." Alisa warf ihrer Mutter einen genervten Blick zu und zog mich die Treppen nach oben in ihr Zimmer. "Mein Zimmer. Sorry, dass es unordnetlich ist. Die Jungs kommen so gegen 18 Uhr. Also haben wir 30 Minuten Zeit. Meine Eltern fahren ..." "Alisa, Lawinia. Wir fahren dann. Viel Spaß und macht keine Scheiße im Haus!" "..Jetzt." Wir lachten und sie öffnete sofort das Fenster. "Meine Mutter hat gesagt, dass sie mich für morgen von der Schule befreien würde. Sie ruft für mich an, und kurz danach für dich, wenn du willst." Ich war leicht unsicher, denn ich hatte Angst, dass es auffliegt, aber mein Image war mir jetzt wichtiger. Ich nickte und dann fragte sie mich: "Ich würde dann sagen, dass wir morgen shoppen gehen! Du brauchst mehr von diesen geilen Anziehsachen, Geld haste ja." Ich schaute zu meiner Tasche und lief darauf zu. "Was machst du?" "Dir etwas zeigen." Ich holte das Oberteil von vorhin raus und hielt es in die Luft. "Du hast es dabei?! Boah, echt geil!" Ich zog mich schnell um und blieb dann mit dem bunten Top auf ihrem Bett sitzen. "Sieht echt hammer aus, Süße. Musst du öfters anziehen! Ich lächelte und dann klingelte es.

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