Samstag, 12. Januar 2013

#Kapitel 14#

Wir trafen noch viele von ihren Kumpels und auch Daniele, der sich - total blau - an einer Wand anlehnte. Als er uns sah, kam er schwankend auf uns zu. "Na, Mädels. Was geht so bei euch?" "Boah, wäh! Du stinkst schlimmer, als eine Bräuerei!" Ich ging paar Schritte zurück, aber er kam immer näher. Alisa ging währenddessen zu den anderen Kumpels und ließ mich mit Daniele allein. "Lass uns bisschen plaudern. Wir haben uns ja gestern nicht sonderlich ausgesprochen." "Ich weiß nicht, was ich noch zusagen hätte. Ich dachte, wir hätten es geklärt und es wäre alles wieder gut!" Er lachte nur und drehte sich zu den anderen um. "Komm, dass wir nicht so alleine sind, Lawi." "Ehm, okey." Wir gingen zu ihnen tranken noch ein wenig, bis ich plötzlich einen Anruf bekam. "Fuck, meine Mutter!" Alle grinsten sich dumm an und ich ging bissl von ihnen weg. "Ja, hallo?" "Oh mein Gott, Schätzchen! Wo bist du denn? Wir machen uns Sorgen!" "Ich bin noch draußen mit Alisa und paar Kumpels, die ich hier kennengelernt habe. Ich bin so gegen 22 Uhr Zuhause, versprochen!" "Nein, du kommst SOFORT nach Hause, Fräulein! Was fällt dir ein, so spät noch draußen rumzulaufen, ohne uns etwas zusagen?!" Ich seufzte und sagte: "Okey, ich komme jetzt, Bis dann!" Ich legte einfach auf und ging zurück zu den anderen. "Na, muss Prinzessin nach Hause?" Ich zeigte den Jungs die Zunge und zog Alisa mit mir mit. "Musst du echt?" Ich nickte und war stinksauer auf meine Eltern. "Ich muss ja auch noch erstmal zu dir und meine Sachen abholen." Sie nickte und wir liefen etwas schneller zu ihr. Dort nahm ich alles mit und verabschiedete mich von ihren Eltern. Dann begleitete sie mich noch nach Hause, aber ich wollte nicht, dass sie mich alleine mit meinen Eltern lässt. "Okey, hoffe du überlebst es, Süße. Bis morgen in der Schule." "Bye." Wir gaben uns noch Küsschen links & rechts und dann verschwand sie. Ich kramte den Schlüssel raus und sperrte auf. Meine Eltern standen mit verschränkten Armen vor mir. "So Fräulein. Du hast Hauserrest!" "Oh schön. Nicht mal ein 'danke' oder sowas. Wisst ihr was, ich gehe jetzt nach oben, Tschüss!" Mein Vater packte mich am Arm und knallte mir eine. Ich hielt mir meine Wange, die höllisch weh tat. "Sag mal, geht's noch? Das hast du noch nie getan!" "Das war auch noch nie nötig, schließlich hast du immer auf uns gehört! Hat das etwas mit dieser Alisa zu tun?" "Nein! Sie ist die einzige, die mich hier akzeptiert! Das macht ihr mir nicht kaputt, verstanden?" "Wir sind dein Eltern und wollen nur das Beste. Deshalb wäre es besser, wenn du dir andere Freunde suchst!" Ich spürte schon die Tränen, wie sie hochkamen und schrie noch meinem Vater ins Gesicht: "Ich hasse euch! Ihr macht mir das kaputt, was ich jetzt erst aufgebaut habe! Danke für nichts!" Ich rannte die Treppen hoch in mein immer, schmiss meine Sachen in eine Ecke und schmiss mich auf's Bett. Ich weinte meine Wimperntusche ins Kissen und dachte nicht mal daran aufzuhören. Irgendwann hörte ich langsam auf und spürte, wie meine Augen brannten. Ich ging in mein Bad, wusch mir mein Gesicht, schminkte mich ab und duschte schnell. Dann zog ich mich um, steckte mir die Kopfhörer in die Ohren und schlief so irgendwann ein.

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